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Pferdeanhängertest Böckmann Portax Western Professional – Unschlagbar funktionell und praktisch

Von Doris Jessen, geschrieben am 9. Februar 2012

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BM_Portax_Links1Mit dem neuen Aluminium-Modell Portax Western Professional hat Böckmann vor allem bei Westernreitern, aber auch allen anderen, die Funktionalität und Praktikabilität schätzen und vor allem große Sattelkammern benötigen, ins Schwarze getroffen. Die Konstruktion mit den zwei Profilbügeln garantiert außerdem hohe Stabilität, Aluminiumaufbau und Boden lange Haltbarkeit. Wie bei allen „Böckmännern“ überzeugte im Pferdeanhänger-Test  auch hier die Laufruhe auf jedem Straßenbelag.

Das Pferdeanhängermodell Böckmann Portax Western Professional wurde in Zusammenarbeit  mit dem bekannten Reining-Reiter Nico Hörmann entwickelt und fällt vor allem durch seine durchdachte Ausstattung – außen wie innen – und Einteilung auf: Basierend auf dem klassischen Portax mit hohen Seitenwänden und extrem kleinen Polydach-Anteil, hat auch das Westernmodell vorne zwei circa 1,80 m hohe Einstiegstüren, an denen sich selbst große Personen nicht den Kopf stoßen.

Auch die Pferde profitieren bei längeren Standzeiten auf dem Anhänger davon: Sind beide Eingänge beim Parken geöffnet, genießen sie beidseits immer genügend frische Luft und zudem einen abwechslungsreichen Blick ins Freie.

Multifunktional nutzbares Klappe/Tür-System

BM_Portax_Heckt__rAm Heck kann der Käufer als Zusatzausstattung die sehr praktische Klappe/Tür-Option (276 Euro) wählen, die zumindest laut Quarter Horse Züchter und Betreiber der Circle L Ranch im niedersächsischen Wenden Volker Laves die Pferde lieber einsteigen lässt: „Wenn man die Pferde nah genug ans Fahrzeug führt, stehen sie mit dem Kopf schon drin und müssen nur noch eine Stufe steigen. Das ist stressfreier als die manchmal klappernde Rampe“, so seine langjährige Erfahrung mit dieser Verladetechnik. Das gilt insbesondere für Fahrzeuge wie den Portax, dessen Einstiegshöhe aufgrund des tief gelegten CFF plus-Fahrwerk nur 42 cm niedrig ist.

Diese zur Seite als Tür geöffnete Rampe bewährt sich besonders auch für Nutzer, die das Fahrzeug auch für andere Zwecke verwenden und mit einem Stapler dicht ans Heck heranfahren möchten. Den dritten Vorteil lernt man spätestens beim Ausfegen kennen: der übliche Mist kann direkt in eine Schubkarre gekehrt werden kann und verfängt sich nicht auf der Rampe, die beim Portax wie bei allen Böckmann-Fahrzeuge mit einer rutschfesten Gummimatte, Quertrittleisten und Seitenstoppern ausgestattet ist. An letzteren bleibt der Schmutz sehr gerne hängen.

Geniale Innenausstattung

BM_Portax_WesternProf_SK_vollAuf Topniveau ist die Innenausstattung, allem voran die Sattelkammer. Sie hat eine eigene abschließbare Tür, die mit einer Gummistrippe im offenen Zustand fest gelascht werden kann und reicht bis unters Dach. Mit einer Höhe von etwa zwei Metern bietet sie vor allem auch für Longierpeitschen, Paddockstangen oder die praktischen RoFlexs Mobilzäune ausreichend Platz nach oben. An der rechten Wand befinden sich zwei starke mit Karabinern flexibel aushakbare Gummistripppen, an denen man kleinere Sattelpads aufhängen kann. Aber auch die genannten höheren Objekte lassen sich damit praktisch an der Wand arretieren.

Die großen (aber auch kleinere) Western- oder Barocksättel finden auf stabilen Stahlsattelhaltern Platz, die allerdings nicht in der Höhe einstellbar sind. Dies könnte nicht schaden, um je nach Gepäck vor allem am Boden etwas mehr Platz zu gewinnen. Für alles erdenkliche aufzuhängende Gut wie für Trensen oder Halfter gibt es fünf große Haken. Der Stauraum im runden Polyesterbug ist zum Sattelkammerraum mit einem etwa 30 cm hohen Brett abgetrennt, hinter dem ebenfalls noch Gegenstände sicher untergebracht werden können.

Unter dem Dach befinden sich zwei Regalborde für Hüte, Decken, Futtereimer oder auch Putzbeutel Platz bieten. Serienmäßig? sind auch Besen und Schaufel an speziellen Halterungen.

Auch Streithähne sicher vertäut

Aus der Konstruktion der hohen Sattelkammer ergibt sich automatisch eine Kopftrennwand für die Pferde. Das wissen vor allem Händler oder Züchter zu schätzen, die oft einander unbekannte Tiere, die nicht immer freundlich zueinander sind, gemeinsam transportieren müssen. Das Testmodell war zudem mit einer im Schulterbereich hohen Trennwand (117 €) ausgestattet.

BM_Portax_hohe_anbinderDaran befinden sich hoch angebrachte Anbindeösen, die ihr Pendant auf der Transportwand haben, so dass die Pferde beidseits angebunden werden können. Aufgrund des getrennten Kopfraumes sind auch zwei Heunetzösen vorhanden. Dafür sollte man allerdings vorne noch jeweils einen weiteren Haken anbringen, dass man die Netze zweifach anbinden kann. Andernfalls baumeln sie den Pferden direkt vor der Nase.

Gegen unschöne Huftritte sind die Seitenwände zusätzlich geschützt: Im Testfahrzeug waren sie mit schalldämpfendem Gummi ausgeschlagen. Serie!!

Schwenkbare Trennwände

BM_Portax_Trennwand_weit_gestelltAus dem Portax-Konzept, das in anderen Modellen mit einem Vorderausstieg ausgestattet ist, kommt die um einen Mittelpfosten schwenkbare Trennwand, die ebenso wie die Seitenwände gepolstert ist. Diese ist für junge Pferde oder solche, die nicht gerne einsteigen, ganz praktisch, weil sie am Ende weit gestellt werden kann. Die Heckstangen sind dreifach in Höhe und Länge verstellbar und ebenso wie die Bruststangen mit dem bei Böckmann einzigartigen Multi Safe System – auf deutsch Panikentriegelung – ausgestattet. Die Innovation liegt hier in einer Art Schnecke, in der die Stange mit einer Hand eingehängt werden kann und nicht durch weitere Häkchen gesichert werden muss.


Praktisch für Turnier und Geländeausflüge

BM_Portax_WesternProf_AufsteigenNicht nur praktisch, sondern auf Turnieren oder im Gelände auch ein zusätzliches Sicherheitsmerkmal sind die serienmäßigen, auf beiden Seiten über die gesamte Wand verlaufenden stabilen Anbindestangen, die das Einfädeln des Halfterstricks in kleinere Ösen überflüssig machen. Auch kann man daran mobile Futterkrippen oder Wassereimer einhängen.

So einfach, aber genial praktisch ist die ausklappbare Aufsteigehilfe (149 €) aus solidem Stahlblech an der Rampe: Mit einem Handgriff nach unten geklappt, ermöglicht sie mit einer Höhe von etwa 50 cm das bequeme Aufsteigen auch auf größere Pferde. Größere Personen (falls sie den Tritt überhaupt benötigen…) sollten allerdings die Dachklappe schließen, um sich beim Aufsitzen nicht den Kopf zu stoßen.

Robust und stabil

Der Aufbau besteht aus 20 mm dicken eloxierten Aluminiumdoppelwandprofilen mit kompletter Edelstahlverschraubung und ist dadurch sehr robust und langlebig. Zwei umlaufende Profilbügel stützen die 2,1 Meter hohen Seitenwände, auf die eine kleine Polyesterdachhaube aufgesetzt ist. Als Dachmaterial wählte Böckmann bewusst kein Aluminium, weil es sich schnell aufheizt und bei niedrigeren Temperaturen leicht Kondenswasser bildet. Die Heckbeleuchtung ist in einer Stahlstrebe eingefasst, die durch ein mit Querschlitzen ausgestattetes Blech gegen Durchtritte der Pferde geschützt ist.

Da die beiden großen Türen vorne keine Seitenfenster ermöglichen, gibt es zu Lüftungszwecken zwei seitliche leicht gängige Schiebefenster und eine zusätzliche Dachentlüftung. Um diese zu bedienen, müssen sich auch größere Menschen strecken oder auf einen Schemel treten.

Der serienmäßige Aluminiumboden des Testfahrzeuges ist stabil und mit einer acht Millimeter dicken Gummimatte ausgestattet, die fest verklebt und versiegelt ist.

BM_Portax_West_Prof_heckklappe_schliessen_mit_BandUm das Fahrzeug gegen Wind und Regen oberhalb der Rampe zu schließen, hatte das Testmodell eine Aluminiumklappe (348 €), die an einer langen Strippe leicht herunter zu ziehen, mit einem stabilen Drehgriff zu verschließen und sogar mit einem Schlüssel zu versperren ist

Die stabile Konstruktion bringt allerdings auch Gewicht auf die Waage: Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 2,4 Tonnen und einer Zuladung von 1370 Kilogramm ist man zwar auch mit zwei schwerere Pferden auf der sicheren Seite, benötigt aber doch ein kräftiges Zugfahrzeug.

Typisch Böckmann: Angenehmes Fahrverhalten

BM_Portax_WesternProf_Kupplung_abschlie__barDer Komfort beginnt bereits beim Ankuppeln: Das Automatikstützrad ist beim Portax besonders lang, damit sich beim Hochdrehen die vorderen Räder leicht anheben und das Fahrzeug so auch von einer Person mit der Hand in die richtige Position hinter dem Zugfahrzeug rangiert werden kann. Das Ankuppeln mit der Knott-Kupplung selbst funktioniert leichtgängig, der korrekte Sitz des Kugelkopfes im Zugmaul ist durch ein Kontrollfenster mit einem Blick zu erkennen. Die Anhängerkupplung ist mit einem Schlüssel leicht abschließbar, der auch für alle anderen Türen passt, so dass man nicht mehrere Schlüssel mitnehmen muss.

Das relativ hohe Gewicht mit dem tief gelegten Schwerpunkt und dem CFFplus-Fahrwerk macht die Pferdetransporte in dem Testfahrzeug zu einem wahren Vergnügen, aufgrund der 100-km/h-Zulassung ist man auch flott unterwegs. Das Fahrzeug liegt in jeder Situation satt hinter der Zugmaschine und kommt auch bei stärkeren Bremsmanövern nicht ins Schlingern.

Auch Profis überzeugt

Auch Quarter Horse Züchter Volker Laves war nach einem Testwochenende von dem neuen Anhängerkonzept so überzeugt, dass er sich dafür entschieden hat, einen zu kaufen: „Das Fahrzeug liegt sehr gut auf der Straße und die Einteilung ist gerade für Vielreiser mit mehr Gepäck sehr praxisgerecht und funktionell. Vor allem die zwei großen Einstiegstüren sind perfekt gerade für große Menschen. Die Verarbeitung des Aluminiumanhängers ist ebenfalls gut gelungen.“

Fazit

Mit einem Verkaufspreis ab 10.990 Euro liegt das Vollaluminium-Fahrzeug in einer hohen Preisklasse. Dafür bekommt man einen sehr robusten und langlebigen Anhänger mit hervorragend durchdachter Ausstattung und „anglo-amerikanischem Look“, der ihn von der Masse positiv abhebt.

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