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Pferdeanhänger-Zugfahrzeugtest Subaru Outback 2.5i Celebration ecomatic 2007: Der umweltfreundliche Allradkombi

Von Doris Jessen, geschrieben am 8. Mai 2007

Subaru_Outback2007
Schönfeld_2020

Subaru_AufmacherDas Modell Subaru Outback 2.5i Celebration wurde in der Version als Benzin-Gas-Hybrid „ecomatic“ getestet. Der Clou dieses Fahrzeuges ist der umweltfreundliche Autogasantrieb in Kombination mit permanentem Allradantrieb, der vor allem auf nassen und glatten Straßen hohe Fahrsicherheit bietet. Als „Reiterauto“ eignet es sich wegen seines großzügigen Platzangebotes, im Pferdeanhänger-Zugfahrzeugtest bewährte es sich gut auch auf hügeligen Wiesen. (Testzeitraum: Mai 2007)

Auf den ersten Anblick präsentiert sich der Subaru Outback als praktischer Kombi mit eleganter Linienführung, die nicht automatisch die geländegängigen Allradeigenschaften assoziiert. So bezeichnet Subaru dieses Modell auch nicht als SUV, sondern als „ersten Sport Utility Wagon“ der Welt, der sich für den sportlichen Einsatz ebenso eignet wie für den abendlichen Opernbesuch oder die längere Urlaubsreise – mit und ohne Pferd.

Kombi mit Sportambitionen

Einmal eingestiegen, sitzt man nur minimal erhöht auch auf längeren Fahrten bequem. Im Innenraum hat man einen guten Überblick über alle Instrumente und Anzeigen. Leider reflektiert das Display des Bordcomputers und der Uhr das Sonnenlicht unangenehm, wenn die Abdeckung für das Navigationssystem offen ist. Abgesehen von diesem kleineren Schönheitsfehler fühlt man sich aber rundum wohl, hat dank großer Fenster und schmaler Türholme eine gute Rundumsicht. Allerlei praktische Fächer bis hin zum heute modernen Getränkehalter tragen zur Sicherheit bei, weil man alles sofort im Griff bzw. gut verstaut hat.

Gas – die umweltfreundliche Alternative

Wer – wie heutzutage zahlreiche Vielfahrer – einen Dieselmotor gewöhnt ist, wird von dem leisen Anspringen des 165 PS starken 4-Zylinder-Boxermotor angenehm überrascht. Auch fährt er – je nach Situation – sanft oder spritzig los.

In den meisten Fällen wird man beim Outback ecomatic den Fahrbetrieb auf Gas einstellen, der bei kaltem Motor nach etwa zwei bis drei Minuten einsetzt, bei warmem Motor bereits nach 30 Sekunden. Dies ist nur an einer Kontrolllampe links vom Lenkrad erkennbar – ebenso wie der Verbrauch. Das Umschalten auf Gas geschieht für den Fahrer unbemerkt. Ist der Gastank leer, wird dies durch ein Pfeifen angezeigt. Die Fahreigenschaften sind bei beiden Kraftstoffarten nahezu gleich, die Beschleunigung ist bei Benzin minimal besser.

Für den Neuling unter den „Gasfahrern“ ändert sich bei der täglichen Fahrt nichts – bis zum ersten Tanken. Der Subaru ecomatic fährt mit Autogas oder „LPG“ (Liquified Petroleum Gas), das heute an rund 2.200 Stationen erhältlich ist. Das ist sicherlich ausreichend, dennoch sollte man sich vorher im Internet auf www.gas-tankstellen.de darüber informieren, welche Tankstationen auf dem geplanten Weg liegen und wann sie geöffnet sind. Denn anders als Benzin oder Diesel ist dieser Kraftstoff selten an den üblichen Markentankstellen zu haben. Die Gastanks befinden sich oft auf Raiffeisentankstellen oder an nicht gut zugänglichen Stellen eines Autohändlers, was besonders im Anhängerbetrieb zu beachten ist. Wer öfter an einer Station tankt, erhält meistens eine Kundenkarte oder eine Codenummer, mit der die Zapfsäule aktiviert wird und dann auch außerhalb der Geschäftszeiten über EC-Karte zu nutzen ist.

Beim ersten Tanken ist die Gebrauchsanweisung zu beachten: Die Zapfpistole muss exakt am Tankeinfüllstutzen festgeschraubt werden, damit kein Gas entweichen kann. Erst dann wird ein Sicherungshebel geöffnet und zusätzlich an der Zapfsäule der Startknopf gedrückt. Er muss so lange gehalten werden, bis der Tank voll ist. Dann ist die Arretierung an der Pistole wieder zu schließen – vergisst man dies und löst die Verschraubung, zischt es beeindruckend. Dieser Fehler passiert nur einmal…

Im Vergleich zu Superbenzin günstig

Der Outback ecomatic-Gastank fasst ungefähr 66 Liter und ist in der Reserveradmulde untergebracht, der aber nur zu 80 Prozent gefüllt wird. Als Notlösung für einen Reifenschaden dient ein Reparatur-Kit.

Das Testfahrzeug benötigte je nach Fahrweise im Drittelmix Stadt-Land-Autobahn zwischen 13 und 14 Litern. Mit Anhänger stieg der Verbrauch auf 16 bis 18 Liter – letzteres mit einem aerodynamisch ungünstigen Anhänger des Typs Böckmann XL nur über Landstraßen. Nur mit Superbenzin gefahren, lag der Verbrauch ohne Anhänger bei circa neun bis zehn Litern, mit Anhänger bei 14.

Die Kosten für Autogas liegen derzeit im Bundesdurchschnitt bei 62 bis 63 Cent pro Liter, was der steuerlichen Begünstigung von Autogas bis zum 31. Dezember 2018 zu verdanken ist. Gegenüber dem wesentlich teureren Superbenzin errechnet sich also eine deutliche Einsparung. Im Vergleich zu den heute sehr sparsamen Dieselfahrzeugen, deren Verbrauch bei gleicher Leistung teilweise bei nur 6,5 bis 7 Liter pro 100 Kilometer liegt, sieht die Rechnung allerdings anders aus. Hier reduziert sich die Einsparung auf die jährliche KFZ-Steuer – solange es bei den jetzigen Regeln bleibt. Wird irgendwann einmal die Besteuerung nach CO2 umgesetzt, dürfte der Gasantrieb mit 191 CO2 gegenüber 210 CO2 bei Benzin preislich wieder günstiger sein.

Sicheres AWD-Feeling

Alle Subaru-Modelle fahren mit permanentem Allradantrieb (All Wheel Drive, AWD), was unter den bekannten SUVs die Ausnahme darstellt. Die Fahrzeuge mit (auch automatisch) zuschaltbarem Vierradantrieb benötigen als Impuls für die Zuschaltung des zweiten Radpaares einen gewissen Schlupf oder leichtes Durchdrehen der Hauptantriebsräder, was im Umkehrschluss bedeutet, dass kurz vor dieser „Entscheidung“ ein kleiner Moment der Unsicherheit bestehen bleiben kann. Der permanente Vierradantrieb garantiert daher in jeder Situation den Vorteil noch bessere Fahrdynamik und- stabilität besonders in Kurven und auf nassen oder glatten Bodenbeschaffenheiten, weil ein angetriebenes Rad – vernünftige Geschwindigkeit vorausgesetzt – mehr Seitenführungskraft als ein nicht angetriebenes entwickelt.

Speziell um die Turniereinsatz-typischen Situationen zu testen, haben wir den Outback mit Anhänger auf einer hügeligen Wiese den Umständen entsprechend flott bergauf und bergab gefahren. Dabei kamen die Vorteile des 4WD und seiner 20 Zentimeter Bodenfreiheit voll zur Geltung: Das Fahrzeug blieb beständig auf der Spur, wir fuhren uns nicht fest und hatten jederzeit ein gutes und sicheres Gefühl. Tiefe Matschkuhlen waren aufgrund der langen Trockenheit nicht zu testen – es gab einfach keine.

Im Spurt (natürlich ohne Anhänger) braucht das Fahrzeug mit Automatikgetriebe 10,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h, wobei der Motor dabei kurzzeitig etwas lauter wird. Die Spitzengeschwindigkeit beträgt 197 Stundenkilometer. Jenseits der 150-Marke und speziell bei Seitenwind wird der Wagen leicht instabil, was wohl an dem relativ niedrigen Leergewicht von rund 1.450 kg liegt.

Im Anhängerbetrieb nimmt die Spritzigkeit etwas ab, ist aber immer noch ausreichend, um auf dem Beschleunigungsstreifen schnell auf die Autobahn zu kommen oder auf übersichtlichen Landstraßen sicher zu überholen.

Platz und Praktikabilität für Reise und Turnier

Das Platzangebot im Kombi-Kofferraum ist mit jeweils einem Meter Länge und Breite sowie 70 Zentimeter Höhe ausreichend groß und kann durch leichtes Umklappen der 2:3 geteilten Rücksitze noch auf eine Länge von 1,95 Meter erweitert werden. Damit ist ausreichend Raum auch für hohe Koffer und/oder Futtertonnen. Die Laderampenhöhe beträgt 63 Zentimeter.

Die abnehmbare Anhängerkupplung ist leicht eingeklinkt, für das Abnehmen braucht man große Hände und viel Kraft, weil ein Knopf mit dem Daumen zurückgedrückt und gleichzeitig ein Hebel mit der gesamten Handfläche angedrückt werden muss. Die 13-polige Steckdose für das Anhängerkabel ist gut zu erreichen.

Fazit

Die insgesamt knapp 2.000 Testkilometer über Stadt- und Landstraßen sowie Autobahnen, ohne und mit Anhänger bestätigten den ersten optischen Eindruck des eleganten 4WD-Kombis in der Praxis. Die Verbreitung vor allem in hügeligen oder gar gebirgigen Gegenden – also in Bayern, Österreich und in der Schweiz – beweist, dass man dort die Vorteile des geländegängigen und sicheren Fahrzeuges erkannt hat, dem es aber auch an dem nötigen Schick nicht fehlt.

Technische Daten: 

 Länge (mm) 4730
 Breite (mm) 1700
 Höhe (mm) 1545
Wendekreis (m) 11,6
Bodenfreiheit (mm) 200
Kofferraumvolumen 459-1.649
Leergewicht2 (kg) 1.455
Zul. Gesamtgeweicht (kg) 1.970
Anhängestützlast (kg) 75
Anhängelast gebremst, bis 12 % Steigung (kg) 1.800 (1.970 bis 8%)
Motor 2,5 i, 4-Zylinder-Leichtmetall-Boxermotor
Maximale Leistung 121 kW (165 PS) bei 5.600
Maximales Drehmoment 226 Nm bei 4.400 U/min
Beschleunigung 0-100km/h 10,9 sec
Verbrauch (Herstellerangaben) Stadt: 12,1 l/15,4; außerhalb: 6,8/9,0; Gesamt: 8,8/11,2
Abgas-Norm Euro 4
CO2-Emission (g/km) Autogas:191; Benzin: 210
Versicherungseinstufung Haftpflicht + Teilkasko 19/TK 21/VK 22
Neupreis Sommer 2007 Ab 35.300 €

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Weitere Informationen: www.Subaru.de

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