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Produkttest und Tipp: Guardian Horse GPS Tracker- Schutzengel auf allen Wegen

Von Doris Jessen, geschrieben am 14. Juni 2021

Guardian Horse GPS Tracker
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Guardian-Horse-GPS-TrackerSelbst der beste Reiter kann stürzen und im ungünstigsten Fall bewusstlos liegen bleiben. Der kleine GPS Tracker Guardian Horse in Verbindung mit einer cleveren App versendet in diesem Fall nach 60 Sekunden einen Alarm an beliebig viele hinterlegte Notfallkontakte. Wir haben es ausprobiert und für sehr beruhigend befunden, zukünftig mit einem sichereren Gefühl auch allein ausreiten zu können. Das Gerät kostet 49,90 Euro – ein Betrag, der für mehr Sicherheit sehr gut angelegt ist.

Pferd-im-GaloppReiten gilt als unfallträchtiger, ja geradezu gefährlicher Sport. Nach Statistiken der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin im Jahr 2016 (BAuA) passieren hierzulande jedes Jahr zwischen 30 000 und 93 000 Unfälle mit Pferden. Reiten gehört damit vor allem bei Kindern und Jugendlichen zu den drei unfallträchtigsten Sportarten in Deutschland.

Während ein Unfall auf der Reitanlage in der Regel sofort entdeckt wird und entsprechende Hilfe schnell naht, ist dies bei Ausritten allein ins Gelände nicht der Fall. Wer hier vom Pferd plumpst und bewusstlos liegenbleibt, kann das mit dem Leben bezahlen. Und selbst wenn man noch telefonieren kann, nützt das wenig, wenn man nicht ganz genau beschreiben kann, wo man gerade liegt.

Der digitale Wächter Guardian Horse – in Anlehnung an das englische Wort für Schutzengel „Guardian Angel“ – kann zwar nicht den Unfall verhindern. Er ist aber stets bereit, einen Notruf abzusetzen und damit schnelle Hilfe zu ermöglichen.

Guardian Horse im Test

Guardian-Horse-GPS-Tracker_PaketDas Päckchen kommt zwei Tage nach der Bestellung an: Darin befindet sich ein kleines Schächtelchen mit dem grünen Guardian Horse GPS Tracker und einer Hülle sowie  – weit voraus gedacht – eine Ersatzbatterie in Form einer Knopfzelle. Die auf der Rückseite der Schachtel befindliche Kurzanleitung erklärt im Grunde alles, was der Nutzer wissen muss:

  1. Guardian App aus dem Web herunterladen und auf dem Smartphone installieren
  2. Guardian Horse mit der App verbinden und einrichten
  3. Vor jedem Ausritt am Pferd befestigen und App aktivieren.

Wesentlich ausführlicher ist dies auch auf der Homepage von Guardian Horse nachzulesen. Dort finden sich viele weitere Erklärungen sowie FAQs, die Fragen beantworten.

Einfach einzurichten

Guardian-Horse-GPS-AppSchön und gut, dann legen wir mal los. Die App ist auf dem IPhone SE schnell geladen.

Guardian-Horse-GPS-Tracker-7Dann wird der Nutzer durch eine einfache Routine geleitet, in der er seine Daten und die mindestens eines Notfallkontaktes angeben muss. Auch die Registrierung des Trackers bei der App ist umgehend erledigt, indem man die beiden Geräte – also Smartphone und Tracker – aneinanderhält und auf den „Verbinde“-Button klickt. Läuft alles wie geplant, wechselt das gelbe Feld „Verbinden“ in ein grünes „Verbunden“.

Wie funktioniert es in der Praxis?

Also auf in den Stall und rauf aufs Pferd für den ersten Test.

Guardian-Horse-GPS-TrackerWie in Punkt 3 oben beschrieben, muss der Tracker am Pferd, zum Beispiel am Sattel oder Zaumzeug, befestigt werden. Dem liegt die Idee zugrunde, dass das Pferd, wenn der Reiter stürzt, meistens weiterläuft. Dadurch entsteht eine Distanz von wenigstens 20 bis 30 Metern zwischen Tracker und Handy, auf dem die Guardian Horse App läuft. Erst nach dieser Trennung wird der Notruf ausgelöst. Voraussetzung ist natürlich, dass das Smartphone in der Jacken- oder Hosentasche mitgeführt wird und damit beim Reiter bleibt.

Nun wird Guardian Horse mit einem Klick auf „Starte Ausritt“ in der Handy-App aktiviert, die dann den aktiven Ausritt bestätigt: „Das Guardian Horse System ist aktiv und überwacht deinen Ausritt“.

Klappts?

Guardian-Horse-GPS-Tracker-NotfallalarmNun wollen wir aber auch testen, ob und wie der Notruf funktioniert. Nach dem Ausritt bleibt das Pferd draußen am Anbinder stehen und der Reiter bewegt sich und damit das Handy weg vom Tracker. Nach wenigen Sekunden summt ein Warnton verbunden mit einem einminütigen Countdown, während dessen folgende Meldung erscheint: „Die Verbindung zu deinem Tracker ging verloren. Bitte drücke den grünen Button, falls alles ok ist. Andernfalls wird automatisch ein Notfallalarm gestartet in 60 Sekunden“.

Nach Auslösung des Alarms springt der Status auf „Aktiver Notfallalarm“ und man hat nun die Möglichkeit, auf „Sende Entwarnungsnachricht“ zu klicken, falls doch alles in Ordnung sein sollte.

Guardian-Horse-GPS-Tracker-4Der Empfänger (der vorher über die Test-Aktion oder auch einen Ausritt informiert sein sollte, damit er sein Handy auch auf Empfang hat) erhielt im Test per SMS die Nachricht „Hilferuf von Doris Jessen“ verbunden mit der GPS-Position auf Google Maps, die er anklicken kann, um den genauen Standort zu erfahren. Die Entwarnung meldet dann wie folgt: „Fehlalarm. Es geht Doris Jessen gut“.

Alarm selbst aktivieren

Es gibt auch die Möglichkeit, aktiv einen Alarm auszulösen. Das macht dann Sinn, wenn man zwar verletzt, aber noch handlungsfähig ist, die genaue Notfallposition zum Beispiel in einem Wald jedoch nicht kennt.

Eine weitere Option ist, die Bewegungslosen-Erkennung einzustellen, die den Notfallalarm auch dann auslöst, wenn sich das Pferd nicht entfernt. Dafür muss festgelegt werden, nach wievielen Minuten en Alarm ausgelöst wird.

Was passiert in Funklöchern?

Die Frage, ob der Notfallalarm auch ohne Mobilfunkverbindung funktioniert, beantwortet der Hersteller der Guardian Horse App wie folgt: „Die App benötigt nur ein minimales Edge-Signal in dem Moment, in dem die Notruf-SMS versendet werden soll. Ansonsten läuft die App nur lokal auf dem Handy – ohne Internetverbindung. Die Netzabdeckung für GSM/Edge-Signale ist in Deutschland bei nahezu 100% (Quelle: Logitel ). Der Eindruck, dass im Gelände kein Empfang besteht täuscht meistens, weil vielleicht WhatsApp, Facebook oder Runtastic über Internet hier nicht vernünftig benutzbar sind. Für eine SMS reicht es in der Regel aus.“

Guardian Horse für mehrere Reiter

Der Hersteller legt großen Wert darauf, dass der Tracker von möglichst vielen genutzt wird. So können auch Reitbeteiligungen oder Freunde die App laden und ihre jeweiligen Notfallkontakte hinterlegen.

Reite nie schneller, als dein Schutzengel fliegen kann

Diese Weisheit sollte natürlich in jedem Fall berücksichtigt werden. Es ist allerdings ein gutes Gefühl, im „Falle eines Falles“ (hier im sprichwörtlichen Sinne…) zu wissen, dass automatisch ein Notfallalarm ausgelöst wird und damit schnell Hilfe herbeigerufen werden kann. Die 49,90 Euro sind für mehr Sicherheit auf allen Wegen gut angelegt,

Weitere Information

Guardian Horse GmbH
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