Pferdeanhänger aus den USA importieren?

Von Doris Jessen, geschrieben am 02.06.2014

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US_Featherlite.jpgWer schon einmal in den USA war, vielleicht sogar zum Reiten unter waschechten Cowboys, und dort die landestypischen Featherlite- oder Sooner-Trailer  bewundert hat, mag vielleicht mit dem Gedanken spielen, ein solches Fahrzeug zu importieren. Vor allem angesichts des immer noch günstigen Dollarkurses hat diese Idee einen besonderen Charme.
Aber wie macht man das? Einfach kaufen und per Schiff nach Deutschland schicken lassen? Besser nicht. Denn das kann böse Überraschungen mit der Zulassung geben.

Worauf sollte der Käufer achten?

Ist man vor Ort – etwa in Miami zum Weihnachsturlaub - und findet dort den Traumanhänger, so sind wenigstens folgende Aspekte zu beachten (kein Anspruch auf Vollständigkeit!):

1. Die Bremsen sind in der Regel anders als in Deutschland und oft nicht zugelassen
2. Die Elektrik muss auf europäische Normen umgerüstet werden
3. Ist das Stützrad regelkonform?
4. Gibt es bereits ein Festigkeitsgutachten für dieses Modell, andernfalls muss ein Gutachten erstellt werden
5. Der Kugelkopf ist meistens anders und muss umgerüstet werden
6. Die Achsverteilung muss gewährleistet sein und im Zweifel gemessen werden

Professioneller Import-Service

Das Hauptproblem beim Import ausländischer, vor allem nicht europäischer Fahrzeuge ist die Zulassung nach EU-Normen. Dafür ist ein sog. Mustergutachten erforderlich, das, wenn es zum ersten Mal erstellt werden muss, mehrere tausend Euro kosten kann. Kennt man sich also mit den Details nicht aus, ist es sinnvoll, sich an einen professionellen Importservice zu wenden. Diese Unternehmen verfügen über eine Datenbank, in der alle bisherigen Mustergutachten für (Pferde)Anhänger enthalten sind, und können auch ungefähr einschätzen, was die Erstellung eines neuen Gutachtens kostet.

Die Unternehmen bieten üblicherweise auch einen umfassenden Service von der Umrüstung von  Ex- und Importfahrzeuge über US-Fahrzeugreparaturen, LPG- Nachrüstungen bis hin zur Zulassung. Das umfasst die komplette logistische Abwicklung inklusive der Beschaffung der erforderlichen Unterlagen und Erledigung sämtlicher Formalitäten – angefangen beim Inlandtransport vom amerikanischen Händler zum nächsten Hafen über die Verzollung und die TÜV-Abnahme einschließlich der damit verbundenen Umrüstungen bis hin zur Zulassung und der letztendlichen Auslieferung zum Kunden.

Das hat neben der Einfachheit der Abwicklung auch den Vorteil, dass diese Service-Unternehmen oft Rabatte für den Schiffstransport erhalten oder Sammeltransporte durchführen können. Für den Transport ist zu bedenken, dass der Import bzw. die Verschiffung von Häfen der Ostküste in der Regel günstiger sind als von der Westküste. Je näher der Händler am Exporthafen liegt, desto niedriger ist natürlich auch der Preis für den Landtransport bis zu dieser Stadt, der rund einen US-Dollar pro Meile kostet. 

Ausgewählte Service-Unternehmen

http://www.car-shipping.eu/
http://www.usa-importservice.de/besichtigungen-in-den-usa
http://geigercars.de/trailer-wohnkabinen/
http://www.us-cars-pirmann.at/gooseneck-pferde-anhanger/
http://www.stx-germany.de/2horses/de/trucks/-Ford-USA-F550-73L-V8-Diesel-Featherlite-USA-Auflieger-











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