Einstreu im Anhänger Pflicht?

Von Doris Jessen, geschrieben am 13.12.2017

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Spaene_im_anhaenger.jpgWer nach einem Transport mit einem nahezu geruchfreien Pferdeanhänger ankommen und das Fahrzeug zudem leicht und schnell ausfegen möchte, sollte im Fahrzeuge eine saugfähige Einstreu - optimal sind Späne - einbringen. Das ist nicht nur praktisch, sondern laut Viehverkehrsordnung sogar Pflicht, damit  "tierische Abgänge" nicht auf Straßen und Wege gelangen.

Wer kennt das nicht: Kaum stehen die Pferde im Anhänger, wird geäppelt. Erwischt man den Mist sofort, kann man ihn noch schnell quasi unter den Hufen herausholen. Nach der Fahrt allerdings haben die Pferde die Kothaufen im hinteren Drittel zertreten und die Reinigung ist aufwändiger. Haben sie auf langen Fahrten zusätzlich noch Harn gelassen, kann das gewaltig stinken. Abgesehen davon, dass das ganze Malheur ziemlich ekelhaft ist, schadet der Ammoniak auf lange Sicht auch dem mit Gummi beklebten Holzboden des Pferdeanhängers, wenn er nicht regelmäßig peinlich sauber geschrubbt wird.

Auch kann der Urin am Heck auslaufen oder beim Ausladen Mist herausfallen und das ist - laut Viehverkehrsverordnung (VVVO) § 1 Abs. 1, Satz 1 Nr. 1 zu verhindern:

§ 1 Viehtransportfahrzeuge
(1) Fahrzeuge und Anhänger, die zur Beförderung lebenden Viehs benutzt werden (Viehtransportfahrzeuge), sowie für eine solche Beförderung benutzte Behältnisse müssen
1.    so beschaffen sein, dass tierische Abgänge, Einstreu oder Futter während des Transportes nicht heraussickern oder herausfallen können, und
2.    leicht zu reinigen und zu desinfizieren sein.

Wer sind nicht daran hält, begeht eine Ordnungswidrigkeit (§ 46).

Schluss mit Muff

Dem Gesetz zufolge ist nur das Austreten von Harn und Mist zu verhindern, weitere Vorschriften dazu gibt es nicht. Die einfachste, nahezu in jedem Stall verfügbare und billigste Lösung ist natürlich Stroh. Allerdings ist es recht umständlich auszufegen, die langen Halme lassen sich mit einem Mistboy und der kleinen Gabel nur schwer bändigen.

Die sauberste und einfachere Lösung ist eine etwa zwei Zentimeter dicke Späne-Einstreu im Anhänger. Für unseren Test hat das Unternehmen Ströh aus Hamburg einen Ballen „Cura Caballo Stallspan“ zur Verfügung gestellt, natürlich kann man jede beliebige Spänesorte verwenden, soweit sie Flüssigkeiten gut aufsaugen. Gerade dafür haben sich die Cura Caballo Späne gut bewährt: Sie bestehen aus reinem Fichte-Weichholz, das vor der Verarbeitung einem besonderen Trockenprozess unterzogen wird. Die gesiebten und staubfreien Späne enthalten weder Pilzsporen noch andere unerwünschte Pflanzenanteile, Spritzmittel oder chemische Zusätze. Für die Nutzung im Anhänger unerheblich, in der Box aber umso wichtiger: Die Späne sind so weich und elastisch, dass sie unter den Pferdehufen nicht brechen oder gar zu Staub werden können.

Neues Doppelflocke-Verfahren

Neuerdings werden die Späne durch ein verändertes Verfahren veredelt: Ihre Struktur besteht seit kurzem aus zwei verschiedenen Flockengrößen, wodurch sie optimal auf der Fläche verteilt werden können und anschließend Feuchtigkeit besser aufsaugen. Dies wirkt sich positiv auf einen geringeren Verbrauch aus.

Praktisch und preiswert

Spaeneballen.jpgEin Ballen Cura Caballo Stallplan kostet rund 15 Euro, damit kommt man – speziell für die Pferdeanhänger-Einstreu – je nach Fahrtlänge und Verhalten der Pferde mindestens zehn Fahrten aus.

Weitere Infos zu einer großen Auswahl an Spänen hier.



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