VW Amarok DC Trendline 2.0 TDI – Elegante Größe
Von Doris Jessen, geschrieben am 04.01.2012
Der Pickup von Volkswagen, für diesen Bericht in der Luxusausstattung „Trendline“ mit 2,0 l TDI-Vierzylindermotor und 163 PS geliefert, ist eine gelungene Kombination aus Arbeitsauto und ziviler Limousine. Alle fünf Passagiere haben vor allem aufgrund der Fahrzeugbreite mehr als ausreichend Platz. Die Anhängelast beträgt 2,8 Tonnen und mit den Ladeflächenmaßen steht der Amarok an der Spitze der Klasse.
Der VW Amarok Trendline hält mit seiner Innenausstattung dem Vergleich mit hochkomfortablen SUVs und Limousinen gut Stand: So ist der souverän dimensionierte Innenraum vor allem durch seine Breite (1,94 m ohne Außenspiegel!) der größte seiner Klasse.
Die großzügigen Platzverhältnisse erlauben eine breite Mittelkonsole und bieten viel Kopf- und Kniefreiheit auch auf der Rückbank. Fährt man nur zu zweit, vergrößern die hochklappbare Fondsitzfläche oder die klappbare Rückenlehne den Stauraum komfortabel.
Ergonomisch durchdacht
Sehr angenehm, weil ergonomisch durchdacht, ist die Bedienung: manuell, aber einfach verstellbare und heizbare bequeme Ledersitze mit darunter liegenden praktischen Staufächern, selbst erklärender Bordcomputer, Navigation und Bluetooth-Telefonschnittstelle, hervorragend arbeitende die Zweikreis-Klimaanlage. Sehr angenehm ist die Kurzblinkfunktion, die kein anderes Modell bot. Das Armaturenbrett ist funktional und ohne Schnickschnack, dafür leicht abwischbar und daher gerade im staubigen Reitsport pflegeleicht.
Einfach praktisch ist auch der Tempomat, weil er nur mit einem Finger am Blinkerhebel zu bedienen ist. Das Fahrzeug hat keinen Regensensor, die Scheibenwischer sind aber mit einer vierstufigen Intervallschaltung von drei bis zwölf Sekunden sehr gut variierbar.
Sehr gute Straßenlage, leicht bergauf und bergab
Einmal eingestiegen, ist die Übersichtlichkeit vom Fahrersitz aus nach vorne und hinten sehr gut, auch ist für kleinere Fahrer die hintere Ladekante sichtbar, was das Einparken sehr vereinfacht.
Auch das Fahrverhalten erinnert eher an einen großen SUV, in höheren Geschwindigkeiten und auf Autobahnen liegt das komfortabel gefederte Fahrzeug jederzeit satt auf der Straße. Im Testfahrzeug arbeitete ein 163 PS starker und 2,0 Liter großer TDI mit Common-Rail-Direkteinspritzung. Für Technik-Freaks interessant: Der Motor besitzt eine zweistufig geregelte Bi-Turboaufladung, die bereits ab 1.500 Touren ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmetern ermöglicht. Das ist vor allem im Pferdeanhängerbetrieb interessant, wenn die 2,8 Tonnen Zuglast tatsächlich ausgereizt werden: Der Anhänger macht sich gar nicht bemerkbar.
Lediglich die 6-Gangschaltung ist manchmal etwas rau. Für den möglichst wirtschaftlichen Verbrauch gibt es in der Instrumententafel eine Schaltempfehlung, wann man nach oben und unten schalten soll, die sich tatsächlich positiv auswirkt: Der Verbrauch mit Anhänger lag bei 100 km/h bei rund 10 Litern Diesel, bei 80 km/h eher bei 8,5 Litern.
Permanenter AWD
Das Testmodell verfügte über einen permanenten 4Motion Allradantrieb mit „Torsen-Differential“. Es verteilt die Motorkraft situationsabhängig auf beide Achsen. Speziell für schweres Gelände ist die per Tastendruck aktivierbare „Offroad-Funktion“ gedacht, die das elektronische Stabilitätsprogramm (ESP), die elektronischen Differentialsperren (EDS), die Antriebsschlupfregelung (ASR) und das Antiblockiersystem (ABS) auf anspruchsvolle Offroad-Bedingungen ausrichtet. So verkürzt das ABS in diesem Modus im Gelände und auf Schotterstrecken je nach Bodenbeschaffenheit deutlich den Bremsweg. Unterhalb von 30 km/h schaltet sich bei aktiver „Offroad-Funktion“ zudem der Bergabfahrassistent ein, der die Geschwindigkeit auf steilen Gefällstrecken über gezielte Bremseingriffe konstant hält.
Genial ist der Bergan- und Abfahrassistent vor allem im Anhängerbetrieb: Er verhindert bereits bei Steigungen ab fünf Prozent das Zurückrollen, bei Gefällen bremst der Assistent das Fahrzeug automatisch ab.
Die Gespannstabilisierung ergänzt das elektronische Stabilisierungsprogramm: Kommt es im Anhängerbetrieb zu Pendelschwingungen, bremst das System das Zugfahrzeug ab und reduziert das Motordrehmoment.
Viel Platz auf der Ladefläche
Wie die meisten anderen Pickups wurde auch der Amarok in der offenen Version ohne Hardtop geliefert. Die Ladefläche bietet mit 1,55 x 1,62 m und einer Grundfläche von 2,52 Quadratmetern die größten Abmessungen der Klasse. Die Nutzlast beträgt ausstattungsabhängig bis zu 1,15 Tonnen, damit lassen sich große Lasten einfach transportieren. Das Ladegut kann mit vier Verzurrösen in den Ecken sachgemäß gesichert werden.
Fazit
Der VW Amarok Trendline ist ein für die Pickup-Klasse elegantes und vor allem großräumiges Fahrzeug, in dem auch bis zu fünf Personen bequem Platz finden. Durch seine sehr guten Fahreigenschaften und die hervorragende Sitzbequemlichkeit eignet er sich für Langstreckenreisen zum weiter entfernten Turnier ebenso wie für die Fahrt auf die Koppel, um dort neue Zaunpfähle zu setzen.
Infokasten VW Amarok DC Trendline 2.0 TDI
- Länge 5181 mm Breite 1944 mm (ohne Außenspiegel) Höhe 1834 mm
- Wendekreis 12,95 m
- Ladefläche (L x B) 1555 x 1620 mm
- Hubraum 2,0 Liter
- Leistung 120 kW/163 PS
- Verbrauch (Herstellerangaben)
* kombiniert 7,8 - 7,9
* außerorts 6,9 - 7,0
* innerorts 9,6 - 9,7 - 206 - 209 g pro km
- Euro 5
- Anhängelast 2,8 t
- Zuladung (ausstattungsbedingt) 966 – 1.137 kg
- Grundpreis 34.980,05 Euro
- Preis der beschriebenen Ausstattung 41.435,80 Euro
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