Da ist gut Pferd und Reiter sein: Eternahof in Bad Gandersheim

Von Doris Jessen, geschrieben am 30.08.2019

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Eternahof_Web_Wiesenweg.jpgKirsten Steinau betreibt den Eternahof in Bad Gandersheim im Harz seit 2012 und bietet für Reiturlauber und Wanderreiter vier Hotelzimmer und eine große Ferienwohnung, beides auf Wunsch mit Frühstück, an. Für die Gastpferde gibt es entweder eine eigene Weide oder Panel-Boxen. Während unseres Reitwochenendes wurden wir von Kirsten und ihrer Tochter wohlumsorgt und auf drei Ritten durch die waldreiche Hügellandschaft des Harzes geführt, wo es manch Interessantes zu entdecken gab.

Die Anfahrt zum Eternahof ist über die Autobahn A 7 ganz einfach zu finden: Nur knapp acht Kilometer von der Ausfahrt Seesen geht es auf der B 64 in westlicher Richtung nach Bad Gandersheim, von der die Straße Hachenhausen, die in die spätere Zielstraße „An der Eterna“ nach Süden abzweigt.


Der Eternahof ist nicht nur Reiterhof für Gäste und deren Pferde, sondern bietet auch eine Pensionspferdehaltung, in der die Tiere in einem Bewegungsstall mit Paddock-Trail den ganzen Tag auf Trab gehalten werden. Dazu hat sich Kirsten Steinau auf die Galloway-Zucht spezialisiert, Bentheimer Schweine, Hühner, Enten und Bio komplettieren die bunte Menagerie. Die Produkte daraus sind Bio-zertifiziert und werden für die Gäste auch zu den Mahlzeiten angeboten.

Eternahof_eigen_Web_2__8_von_10_.jpg„In meiner früheren Berufstätigkeit war ich unter anderem im Management tätig. Ich habe zusätzlich schon seit 20 Jahren eigene Pferde und Pensionspferde gehalten und als ich aus privaten Gründen in den Harz umgezogen bin, habe ich die Gelegenheit ergriffen, mein langjähriges Hobby zum Beruf zu machen. Ich habe mich intensiv mit der Aktivstallhaltung befasst und bin zur Erkenntnis gekommen, dass es nicht ausreicht, nur Futterautomaten aufzustellen. Ich lege daher sehr viel Wert auf die Aktivität im Sinne von Bewegung, d.h. unsere 15-köpfige Herde, darunter auch drei eigene Großpferde und fünf Ponys für den Reitunterricht, müssen sich, um an ihr Kraftfutter, Heu und Wasser zu kommen, den ganzen Tag auf einem Rundlauf bewegen“, erklärt Kirsten Steinau.

Ausreichend Platz für Mensch und Tier

Zusätzlich zur Pferdehaltung, dem Reitunterricht überwiegend für Einsteiger und Kinder bot es sich an, in dem großen Haus Hotelzimmer und eine Ferienwohnung für acht Personen einzurichten, um auch (Reit)urlauber für ein paar Tage und Wanderreiter auf ihrem Weg durch die reizvolle Harz-Landschaft zu beherbergen.Viele der Gäste – die Quartiere sind überwiegend ausgebucht – sind allerdings nicht unbedingt passionierte Reiter/innen, sondern Familien mit Kindern, die gerne einmal Urlaub in entspannter Atmosphäre auf einem Bauernhof machen möchten. Als sportliche Alternative zum Reiten – oder auch für nichtreitende Partner - bieten sich Spaziergänge und Radtouren in die Umgebung an, jedenfalls für Radfahrer mit guter Kondition für das hügelige Gelände.


Nach der Ankunft beziehen wir unser reizend eingerichtetes Zimmer mit hochmodernem Bad inklusive herrlich entspannender Regenwalddusche.
DSC07923.JPGUnsere zwei Quarter Horse Stuten kommen auf eine saftige Weide, zusätzlich stehen eine kleine Heuraufe und natürlich frisches Wasser in einem großen Bottich zur Verfügung. Bei Sonne oder Regen spenden Bäume guten Schutz, im Zweifel könnten die Vierbeiner aber auch in Boxen umziehen.




Ausritte zur Eisdiele, der Römerschlacht am Harzhorn und Grillabend am Wald

Da wir uns in der Region nicht auskennen, bieten Kirsten und ihre Tochter Marlene an, uns an den drei Tagen auf unseren Ausritten zu begleiten und uns zu ein paar attraktiven Zielen zu führen. Auf Wunsch bietet Kirsten auch Pauschalrundritte auf ihren Pferden oder mehrtägige geführte Ritte zu weiter entfernten Wanderreitstationen an.


So geht es am Freitagnachmittag nach kurzem Relaxing los. Das heutige Ziel ist das Eiscafé Ebelingshof in Wolperode, wo Kirsten zuvor an einer nahe gelegenen Wiese zwei Elektro-Paddocks für unsere jeweils zwei Pferde aufgebaut hatte. Der Weg führt allerdings teilweise über Straßen und überquert auch die stark befahrene B 64, so dass wir froh sind über die Verkehrssicherheit unserer Pferde und der mitlaufenden Australian Shepherd Hündin. Das Eis schmeckt sensationell und wir habend as Glück, einen Gewitterregen im Trockenen abwettern zu können.


Am Samstag soll es nach einem delikaten und vielfältigen Frühstück in die waldreiche Harz-Landschaft gehen. Hier wartet – extra für uns vereinbart – nach circa zwei Stunden Ritt zunächst durchs Dorf und anschließend über Wald- und Wanderwege diesmal eine kulturelle Attraktion auf uns: Die Historikerin Irene Söffker empfängt uns in einem kleinen Museum in Kalefeld, wo Ausgrabungen durchgeführt wurden, die beweisen, dass hier um 235 nach Christus die sog. Römerschlacht am Harzhorn zwischen einer rund tausend Mann starken römischen Streitmacht und Germanen stattgefunden haben muss. Zahlreiche archäologische Funde wie eiserne Hipposandalen, quasi die Urform heutiger Hufschuhe, Speer- und Lanzenspitzen, Fragmente von Kettenhemden oder Schaufelhacken sind hier zu bestaunen. Auf dem Weg dorthin gibt es einen kleinen Rundgang mit Informationstafeln und Markierungen im Wald, die jeweils archäologische Fundstellen markieren.

Den ereignisreichen Reittag beschließen wir mit einem Grillabend an einer Schutzhütte am Wald, wohin Kirsten und ein Freund bereits Grillgut, Getränke und Holzkohlen gebracht haben. Wir hatten auch die Option, dorthin zu reiten und die Pferde in vorbereiteten Paddocks unterzustellen, entschlossen uns aber, sie doch lieber auf ihre Weide zu stellen und mit dem Auto zum Grillplatz zu fahren. So ist es entspannter, das sehr gemütliche frühabendliche und leckere gemeinsame Essen zu genießen.


Am Sonntag führen uns Kirsten und Marlene erneut etwa 20 Kilometer lang in die Region rund ums Harzhorn. Diesmal soll es mehr über weiche Waldwege gehen, deren Auffinden sich allerdings als ein wenig schwierig erweist, weil bis vor kurzem noch unbefestigte Strecken aktuell mit Schotter aufgefüllt wurden. Wir sind daher froh über die Hufschuhe, die wir den Pferden sicherheitshalber angezogen haben. Immer wieder beeindruckend, vor allem für Reiter aus dem ebenen Norden, sind die schönen Blicke von Anhöhen ins Tal. Ob unsere Pferde als „Flachland-Tiroler“ die Aufstiege und anschließenden Aussichten auch so genossen haben?

Wanderreiter willkommen

Der Eternahof ist auch Wanderreitstation (http://www.wanderreiter-magazin.de/gastgeber/wanderreitstationen/niedersachsen/details-n/article/eternahof.html) und als solche im WanderreiterMagazin gelistet. Folgende Ziele sind dann in 15 bis 35 Kilometer zu erreichen:

Reiter und Pferde wohlumsorgt

Wer ein paar Tage ausspannen möchte und, falls keine Ortskenntnisse vorhanden sind, mit toller Begleitung kürzere oder längere Ausritte unternehmen möchte, wird sich auf dem Eternahof mit seiner servicebewussten Betreiberin Kristen Steinau sehr wohl fühlen. Reitunterricht wird ebenfalls angeboten und Nicht-Reiter finden in der reizvollen Landschaft ausreichend Gelegenheit, zu wandern, zu joggen, Fahrrad zu fahren oder sich im nahe gelegenen Schwimmbad zu erfrischen.

Kulturell interessante Ziele sind die nahe gelegene Stadt Goslar mit der Kaiserpfalz, die zum Unesco Weltkulturerbe gehört und die Bad Gandersheimer Domfestspiele. Spannende Ausflüge unter der Erde gibt es im HöhlenErlebnisZenrum Iberger Tropfsteinhöhle in Bad Grund. Und wer Lust auf einen preiswerten Rundflug über den Harz hat, kann diesen am Sportflugplatz Bad Gandersheim buchen.

Training auf dem Eternahof

Seit kurzem gibt es auch regelmäßig Reitlehrgänge auf dem Eternahof mit dem Trainer Andreas Reese. Die Kurse richten sich an interessierte Freizeit- und Sportreiter aller Klassen und Pferde jeden Ausbildungs- und Trainingsstandes mit dem Ziel, die Kommunikation zwischen Pferd und Reiter und damit die Rittigkeit zu verbessern.

Weitere Informationen über den Eternahof finden Sie hier.




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