Die Magie des Weges: 5000 Kilometer Abenteuerritt durch Kanada und Alaska

Von Doris Jessen, geschrieben am 21.03.2020

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Magie_des_Weges_Buchtitel.jpg5.000 Kilometer zu Pferd zu reisen ist an sich schon eine respektable Leistung. Wenn es dann noch durch die nordamerikanische Wildnis von der Südgrenze Kanadas bis in die Mitte Alaskas, fernab jeglicher Zivilisation geht, wird es zum puren Abenteuer. Nicht umsonst nennen sich Günter Wamser und seine Partnerin Sonja Endlweber die „Abenteuerreiter“. In „Die Magie des Weges“ beschreiben sie ihre faszinierende Reise.

Das Buch ist quasi Pflichtlektüre für jeden ambitionierten (Wander)Reiter, der sich auf einem Ausritt im benachbarten Wald oder – mutig mit Karte und Kompass bewaffnet – durch ihm noch nicht ganz so bekanntes Gelände in, sagen wir, Mecklenburg-Vorpommern, darüber beschwert, dass nach einem Sturm ein Baum über einen Reitweg gefallen ist, den man nun, irgendwie umständlich, umreiten muss. Auch das Wetter ist ja hierzulande immer Anlass für Beschwerden, wenn Pferd und Reiter nach ihrem Rittchen „auf der kleinen Runde“ hinter dem Stall einmal nass werden. Von Eis und Schnee ganz zu schweigen. Da bleiben wir lieber im Stall, denn der Weg über den Hof könnte zur unüberwindlich gefährlichen Rutschpartie werden.

Die Abenteuerreiter

Günter Wamser und Sonja Endlweber sind da aus anderem Schrot und Korn. Günter Wamser hat sich vor 20 Jahren entschieden, sein bequemes Leben in Deutschland einzutauschen gegen ein Abenteuer der ganz besonderen Art: Von Feuerland nach Alaska zu reiten, mit einem Reit- und einem Packpferd und seinem Hund, teilweise allein, teilweise mit einer Partnerin. „Die Magie des Weges“ beschreibt die letzte Etappe der langen Reise durch Kanada und Alaska bis zum Ziel, dem Denali Nationalpark.

„Warum mache ich das nur?“

wildes_Kanada_Alaska_03.jpgist eine häufig gelesene Frage, die sich Sonja Endlweber stellt, wenn es wieder einmal tagelang ununterbrochen geregnet hat oder die gestern noch grüne Wiese bereits im August am Morgen mit 20 Zentimeter Schnee bedeckt ist. Kaum reißt der Himmel aber wieder auf, wärmen die Sonnenstrahlen des Indian Summer das Gesicht und glitzern Tautropfen an Bäumen und Büschen, wissen die beiden Abenteuerreiter: „Deshalb machen wir das“.

wildes_Kanada_Alaska_19.jpgDenn in den unberührten Landschaften des hohen Nordens mit ihren fast undurchdringlichen Wäldern (für den Notfall haben sie eine Säge dabei und schneiden sich den Weg frei), blauen Seen und reißenden Flüssen, die sie oft genug schwimmend überwinden müssen (das Wasser ist kaum fünf Grad warm…), finden sie eine ganz besondere Nähe zur Natur.

Faszinierend ist auch ihre ganz besondere Beziehung zu ihren vier Mustangs und der Jack Russel Hündin Leni, die mit ihnen – sprichwörtlich - durch dick und dünn gingen: Durch dichte Wälder und eiskalte Flüsse, durch Sümpfe und über Gletscher, steil hinauf und ebenso wieder hinunter. Da beweist sich das wahre Vertrauen zwischen Mensch und Tier. Dass das gesamte Team am Ende heil ankommt, haben sie nicht nur ihrer Vorsicht und Erfahrung zu verdanken, sondern, wie sie schreiben „auch einer großen Portion Glück“.  

„Die Magie des Weges“ ist kein Psychothriller, aber dennoch ein sehr spannendes Buch, das den Leser mit vielen kleinen persönlichen Geschichten über Land und Leute, schier unüberwindliche Hindernisse und atemberaubendes Panorama von einer Seite zur nächsten treibt.  

Über die Autoren

Sonja Endlweber, geboren 1973 in Wien, promovierte an der Wirtschaftsuniversität Wien und arbeitete als Unternehmensberaterin, bis sie 2006 in den Bann des Abenteuerreiters Günter Wamser geriet. Spontan entschied sie, ihren Beruf an den Nagel zu hängen und sich ganz ihrer Leidenschaft, dem langsamen, naturnahen Reisen, zu widmen. Seither reitet sie gemeinsam mit Günter Wamser durch Nordamerika.

Günter Wamser, 1959 geboren, hat sein Leben dem Reisen und dem Abenteuer verschrieben. Bereits im Alter von 26 Jahren verabschiedete sich der gelernte Flugzeugmechaniker von einer gesicherten Existenz und begab sich auf eine zweijährige Reise mit dem Motorrad durch Nord- und Mittelamerika. In Guatemala sattelte er im wahrsten Sinn des Wortes um und erfüllte sich den Jugendtraum vom eigenen Pferd. 1994 startete er schließlich die Reise seines Lebens: die Durchquerung des amerikanischen Doppelkontinents mit Pferden von Feuerland bis Alaska. Im Herbst 2013, 20 Jahre nach seinem Aufbruch an der Südspitze Argentiniens, erreichte er gemeinsam mit seiner Partnerin Sonja Endlweber das Ziel seiner langen Reise.

Wamder_Endlweber.jpgIn zahlreichen Fotoreportagen, Büchern und Vorträgen berichten die beiden Abenteuerreiter von den großen Abenteuern ihrer außergewöhnlichen Reise.

Ab Oktober 2015 werden die beiden wieder in lebendigen Vorträgen über ihre Reisen berichten, die genauen Termine werden im Sommer bekannt gegeben.

Einen kleinen Eindruck erhalten Sie hier:


Die Autoren und ihre Reise: www.abenteuerreiter.de




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