Ich denke, man muß hier unterscheiden zwischen dem, was sinnvoll ist und dem, was sicher ist.
Beim Schrägstellen von Pferden bricht man das "ein-Achsen-Prinzip", also den Grundsatz, das man ein Pferd so stellen sollte, das es sich bei einer Fahrzeugbewegung (in einer Achse, also vor, zurück oder rechts oder links) möglichst nur in einer Achse ausbalancieren soll. Stellt man das Pferd schräg, so muß es sich bei jeder Fahrzeugbewegung in zwei Achsen balancieren. Damit arbeitet das Pferd deutlich mehr, als beim Balancieren auf nur einer Achse. So geht man auf Dauer sogar das Risiko ein, das speziell die vorderen Gliedmaßen auf Dauer mehr beansprucht werden und eher verschleißen.
Wir haben dazu Versuche gemacht, die auch zeigen, das sich zwar "frei stehend" Pferde gerne quer zur Fahrtrichtung stellen, mit der Anlehnung durch Trennwände allerdings diese sehr gerne auch als Anlehnung (im wahrsten Sinne des Wortes) annehmen.
"Sicherer" im Sinne der Sicherheit des Pferdes ist also eine Rückwärtsstellung mit Anlehnung an eine Wand (keine Stangen), da sich das Pferd da am besten anlehnen kann.
Man bedenke: Anfahren und Kurven kann ich als Fahrer direkt beeinflussen, wenn ich bremsen muß, kann ich das nicht immer!
Der Grund, warum Fahrzeughersteller in Anhängern die Pferde "vorwärts" fahren lassen, ist einfach ein konstruktiver: der Anhänger selbst wird dadurch leichter mit mehr Nutzlast. Zudem kann ein leichterer Anhänger mit mehr Zugfahrzeugen kombiniert werden und wird daher öfter verkauft.