Cadmos Praxisratgeber „Pferdeosteopathie – das Buch für Reiter“

Von Doris Jessen, geschrieben am 08.12.2011

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Osteopathie.jpgNicht direkt ein Transport- oder Urlaubsthema, aber so wichtig, dass der Buchtipp auch auf dieses Portal passt. Denn der Praxisratgeber „Pferdeosteopathie – das Buch für Reiter“ gehört in jede Reiterbibliothek: Denn eine Vielzahl, anfangs kaum fühlbarer Unpässlichkeiten des Pferdes haben Bewegungsblockaden als Ursache und können – zeitgerecht entdeckt – oft mit wenig Aufwand osteopathisch behandelt werden, bevor sie zu einem großen Problem werden. Voraussetzung ist allerdings, dass der Pferdebesitzer sie auch erkennt. Auch wer aktuell keine Probleme hat, kann aus dem hervorragenden Ratgeber viel lernen und die Übungen nutzen, um sein Pferd mobil zu halten.

Viele Reiter kennen die Situationen leider sehr genau: Plötzlich springt das Pferd im Rechtsgalopp nicht mehr richtig durch, lässt sich auf einer Seite nur unwillig stellen und kaum mehr biegen. Es knirscht oder klappert mit den Zähnen, zum Sprung hin zieht es auf einmal nicht mehr an. Das Reining-Pferd dreht die sonst flotten Spins nur zäh oder springt beim Galoppwechsel in den Kreuzgalopp.

Lahmheiten sind nicht zu erkennen, die Beine sind klar, alle Gelenke normal. Und trotzdem … irgendetwas stimmt da nicht.

Die Grundsätze der Anatomie und Biomechanik

In ihrem Praxisratgeber „Pferdeosteopathie“ erklärt die Tierärztin Dr. Sabine Sachs, die seit 15 Jahren eine eigene Pferdepraxis in Kelkheim bei Frankfurt betreibt und selbst seit ihrer Kindheit aktive Reiterin ist, zunächst ausführlich und auch für Laien anhand von Fotos und Grafiken anschaulich die Grundsätze der Anatomie und Biomechanik und wie welche Knochen, Gelenke und Muskeln zusammen spielen.

Das Pferd im Einzelnen

Im „Speziellen Teil“ betrachtet die Autorin das Pferd vom Kopf bis zur Schweifrübe. Hier beschreibt sie neben den anatomischen und biomechanischen Zusammenhängen für jeden einzelnen Körperteil auch typische Blockaden, wie sie entstehen und welche Auswirkungen sie haben. Die vorgeschlagenen praktischen Tests und Übungen – wiederum mit Fotos verdeutlicht – helfen dabei, das gesunde Pferd beweglich zu halten und bei Auffälligkeiten auf ganz bestimmte Blockaden hin zu überprüfen.

Hochklassige Information

Die geballten Informationen sind keine „leichte Kost“ für die letzten Minuten vor dem Einschlafen: Die knapp 130 Seiten wollen konzentriert und mit Interesse gelesen werden. Manchmal ist es auch nötig, ein paar Seiten zurück zu blättern und sich anhand einer bestimmten Abbildung noch einmal ins Gedächtnis zu rufen, wie kompliziert zum Beispiel die Wirbelsäule aufgebaut ist und warum sich durch zu enges Reiten oder einen schlecht sitzenden Sattel Probleme ergeben können.

Das Buch „Pferdeosteopathie – Das Buch für Reiter“ soll und kann Tierärzte und/oder Osteopathen nicht ersetzen. Es trägt aber sicherlich dazu bei, Reiter auch in der täglichen Arbeit für die Bewegungszusammenhänge ihres Pferdes zu sensibilisieren und das Pferd seinen Möglichkeiten entsprechend zu reiten. Spätestens bei Auffälligkeiten sind sie so in der Lage, mit bestimmten Übungen ganz bestimmte Bewegungsmuster zu überprüfen und das Pferd in Zweifelsfällen zeitgerecht behandeln lassen.

Verlagsangaben:




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