Ausreiten im weiten Land um Sommerstorf

Von Doris Jessen, geschrieben am 18.03.2016

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ST_WeitesLand.JPGAusreiten in den Weiten Mecklenburg-Vorpommerns ist ein ganz besonderer Genuss: Felder und Wiesen, soweit das Auge reicht, abwechslungsreiche Mischwälder mit Sümpfen und Seen. Sind die Pferde gut untergebracht und stimmt die abendliche Entspannung im Hotel, ist der (Kurz)Urlaub perfekt. Wer das erleben möchte, sollte sich die Gegend um die Müritz und dort speziell die Hotel- und Reitanlage „alter Landsitz Sommerstorf“ einmal ansehen.

ST_PEppyGalopp.jpgSommerstorf ist ein kleiner verträumter Ort etwa zehn Kilometer nördlich des sehenswerten Städtchens Waren an der Müritz und etwa 85 Kilometer südlich von Rostock. Hier findet der Gast Entspannung und Ruhe in der Abgeschiedenheit herrlicher mecklenburgischer Landschaft. Aber nicht nur das: Speziell für Reiter bietet sich das Dörfchen an, das schon seit vielen Jahren für sein nationales Springturnier bekannt ist. Ort des Geschehens ist die Reitanlage, die zum dem Ambiente-Hotel „alter Landsitz Sommerstorf“ gehört und keine Wünsche von Gastreitern und Pferden offen lässt.

Aber nicht nur das Springreiten kann hier gepflegt werden: Wer als Gelände-begeisterter Reiter hier ein paar Tage mit seinem Pferd Urlaub machen möchte, den erwarten ausgedehnte Reitausflüge durch nahezu unendlich weite Felder, je nach Jahreszeit Licht-durchflutete hellgrüne oder auch schon bunte Wälder. Den Hochsommer sollte man wegen der dann lästigen Insekten für Tagesausritte eher meiden.

Ein Hauch von Abenteuer

ST_WeitesLand2.JPG„Es ist ein weites Land“ ist der immer wieder kehrende Ausspruch in dem gleichnamigen bekannten amerikanischen Western von William Wyler, der im Original „The Big Country“ heißt und in dem sich Gregory Peck als Hauptdarsteller mit Karte und Kompass durch die Weiten von Texas navigiert. Ein bisschen ähnlich kommen wir uns auch hier vor, als wir den ersten Kurz-Ausritt von unserem Hotel Alter Landsitz aus wagen – zunächst lediglich mit einer auf dem iPhone geladenen topografischen Karte ausgestattet.

Der freundliche Reitlehrer Bernd Engel gab grobe Richtungshinweise: „Reiten Sie zwischen den Weiden durch, dann nach rechts über die Wiese und an der Hecke entlang. Dort finden Sie dann einen kleinen frei geschnittenen Weg in der Hecke. Von dort aus geht es weiter geradeaus und später über die Bundesstraße 208 nach Marxhagen und in einen Wald“. Aha. Die restliche Beschreibung blieb nicht mehr im Gedächtnis und so ritten wir einfach los – mit der guten Gewissheit, dass uns die Technik den Weg wieder nach Hause weisen würde.

Entgegen aller Zweifel fanden wir den beschriebenen Weg inklusive Heckendurchlass ganz einfach und ritten am ersten Nachmittag eine etwa zwei Stunden dauende Tour. Allerdings nahmen wir nicht den Weg nach Marxhagen – der sollte am nächsten Tag erst erkundet werden -, sondern ritten in das Wäldchen, das auf der Karte als „Bauernholz“ und „Großes Bruch“ ausgewiesen wird. Nach den weitläufigen stillgelegten Wiesen war der Mischwald eine gelungene Abwechslung. 

ST_Peppy_vor_Sumpf2.JPGVor allem die kleinen Sumpfgebiete, in denen abgestorbene Bäume ihre kahlen Äste in den Himmel strecken, bildeten geradezu romantische Fotokulissen und für den Hund eine willkommene Abkühlung. Hier geht es auch ein wenig bergauf und bergab, die Wege sind überwiegend gut. Dennoch sei für empfindlichere Hufe wenigstens vorne ein Hufschutz empfohlen.

Für die Ausritte der kommenden drei Tage kauften wir sicherheitshalber eine Rad- und Wanderkarte der Müritzer Gegend im Maßstab 1:50.000, die uns einen guten Überblick für die Planung verschaffte. Für die Details verließen wir uns auf das iPhone, auf dessen Karte nahezu jeder Pfad zu finden war.

ST_Peppy_Leni_Pago_Pausevor_WuesteKirche.JPGDie beschriebene Wegstrecke über die B 208 nach Marxhagen führt ins Gelände nordöstlich von Sommerstorf. Ein lohnendes kulturelles Ziel, an dem die Pferde in Ruhe ein wenig grasen und die Reiter eventuellen Proviant verspeisen können, ist die „Wüste Kirche“. Das mittlerweile verfallene Gebäude im damals romantischen Stil stammt aus dem 13. Jahrhundert als Mittelpunkt eines Dorfes gebaut, dessen späterer Name „Domherrenhagen“ war.

Der Weg ist das Ziel

ST_Waldwegzuzweit2.JPGDie längste und von der Landschaft und den Wegen her abwechslungsreichste Strecke verläuft vom Hotel aus auf einem ausgewiesenen Reitweg in östlicher Richtung direkt zur B 208. Von dort aus gelangt man in das Waldgebiet rund um die „Kalkberge“ mit der höchsten Erhebung von 128 Metern. Folgt man den schönen Waldwegen der Nase nach – und das macht die Ritte hier so interessant und spannend, kann es trotz topografischer iPhone-Unterstützung schon passieren, einmal an einem Sumpf oder unüberwindlichen Graben zu enden. Da aber in den meisten Fällen der Weg das Ziel ist, sollte man sich davon nicht verdrießen lassen und einfach die wunderschöne Landschaft genießen. Am Ende findet sich dann die richtige Strecke, die in unserem Fall über das Lichtmoor, Panschenhagen mit seinem Töpfergut und zurück nach Sommerstorf führte.

ST_Feldfahrspur2.JPGImmer wieder beeindruckend sind die kilometerlangen Weiten der Felder, auf denen sich breite Treckerspuren befinden, die laut Aussage des Hotels auch zum Reiten erlaubt sind. Wunderschön für lange Galoppaden sind auch offensichtlich nicht bewirtschaftete hügelige Wiesen inmitten der Wälder.  

Entspannung für die Pferde: Die Reitanlage

Ein gelungener Reiturlaub wird erst durch die abendliche Entspannung für Mensch und Tier richtig komplett. Dafür lässt das Hotel alter Landsitz keine Wünsche offen.

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Reitern fällt nach der Ankunft schon beim Einzug ihrer Pferde in den Stall die extrem gepflegte Reitanlage auf. 70 Pferde finden hier maximal Platz, wobei ein Stalltrakt überwiegend von den Springpferden des Anlagenbetreibers bewohnt wird. Außerdem haben hier sechs Schulpferde von Reitlehrer Bernd Engels ihr Zuhause, auf denen regelmäßig Reitunterricht und geführte Ausritte stattfindet. Wer möchte, kann natürlich auch mit einem Privatpferd Unterricht nehmen.ST_Reitunterricht.JPG

Die Gastpferde stehen in mehr als großzügig eingestreuten Boxen, die alle ein Außenfenster besitzen. Durch die Firstlüftung bleibt es zusätzlich dauernd frisch. Der nette Pferdepfleger füttert dreimal pro Tag nach Wunsch Hafer, Müsli und Heu, wobei letzteres ebenfalls sehr reichlich war. Die drei großzügigen Außenplätze für Springen und Dressur – täglich peinlich genau frisch abgezogen – und die ebenso gepflegte 20x60 m große helle Reithalle steht auch Gästen zur Verfügung.ST_Parcours.JPG

Wellness und Gaumenfreuden für den Reiter

Das Hotel alter Landsitz bietet auch den Reitern (und anderen Gästen) eine erholsame Oase in idyllsicher Lage. Nach dem Ritt empfiehlt sich zunächst der Besuch im großzügig bemessenen Wellnessbereich, einem Wohlfühlparadies mit finnischer Sauna, Dampfbad, Erlebnisduschen, Eisbrunnen und einer Vielzahl an Wellness- und Beautyangeboten. Dort lässt es sich trefflich schwitzen und bei schönem Wetter auf der Terrasse ausdampfen. Im Zimmer findet man dafür ausreichend Saunahandtücher, Bademäntel, und Slipper. Wer möchte, kann sich auch Massagen oder Kosmetikbehandlungen gönnen.

ST_Restaurant.jpgAnschließend wird das Abendessen im Restaurant „Le Jardin“ mit Wintergarten zum besonderen Genuss. In einem der zahlreichen Arrangements ist oft ein leckeres Dreigänge-Menü mit frischen Zutaten der Saison enthalten, von dem der Gast manchmal sogar die Rezepte erhält. Ein Cocktail in der Bar oder ein gutes Glas Wein runden den Abend ab.

Ausflugsziele

Wer einmal einen Tag nicht reiten möchte oder auch nichtreitende Familienmitglieder haben in der Umgebung ausreichend Gelegenheit, inmitten der Natur der mecklenburgischen Seenplatte Interessantes zu besichtigen oder die Seele baumeln zu lassen. Die Müritz ist mit 117 Quadratkilometern der größte Binnensee Deutschlands, der von weiteren 107 Seen des Müritz-Nationalparks umringt wird. Rund 240 Vogelarten – unter anderem auch See- und Fischadler sowie Kraniche und mehr als 800 Schmetterlings- und Libellenarten können beobachtet werden.

Nur zehn Kilometer entfernt liegt der Luftkurort Waren. Das kleine Städtchen direkt am Nordufer der Müritz lädt zum Bummeln in einer Fußgängerzone oder direkt am Yachthafen ein. Zahlreiche Restaurants lassen allerlei Gaumenfreuden vermuten.

Wer es kulturell liebt, kann Burgen, Schlösser und Museen der Mecklenburgischen Schweiz besuchen, einen Besuch wert ist auch die alte Hansestadt Rostock oder die Landeshauptstadt Schwerin.

Weitere Informationen hier.


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