Urlaub mit Pferd und Hund auf der AlAssil Oase

Von Doris Jessen, geschrieben am 02.03.2018

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AlAssil_Web_23.jpgEin paar Tage auf der AlAssil Oase in Friedensthal bei Eckernförde sind Erholung pur. Das liegt nicht nur an Ausflügen zu Pferd, Rad oder auf Schusters Rappen durch die weitläufige Landschaft Schleswig-Holsteins, sondern an der für Mensch und Pferd rundum perfekten Ferienanlage AlAssil Oase.

Das Naturschauspiel könnte perfekter nicht ein. Der mit weißen Schäfchenwolken betupfte Himmel beginnt gerade, sich vom strahlenden Tagesblau in vorabendliches Rosaviolett zu verfärben und kündigt so auf malerische Weise den langsamen Sonnenuntergang an, wie er typisch ist für den Ausklang eines Frühsommertages im Norden Deutschlands. Ein leichtes Lüftchen weht, während wir genüsslich auf unserer Terrasse sitzen, ein Gläschen prickelnden Prosecco Hand, den Blick direkt auf eine gepflegte Weide gerichtet, wo unsere beiden Quarter Horse Stuten sich am saftigen Gras gütlich tun. Das zunehmende Abendlicht lässt die Palomino-Stute noch goldener erscheinen und die Fuchsstute dunkelrot. Ab und zu heben sie, wie auf ein geheimes Zeichen hin, synchron ihre Köpfe, blicken hin aus in die Ferne, um dann wieder genüsslich zu grasen. Unsere junge Australian Shepherd Hündin versucht tapsig Schmetterlinge zu fangen und widmet sich dann frustriert ihrem Knochen. Auch sie ist, ebenso wie die großen Vierbeiner, willkommen in der AlAssil Oase auf Gut Friedensthal gut fünf Kilometer südwestlich vom Ostseebad Eckernförde.

Pferde-perfekt


Wer als Reiter auf dem weitläufigen Gelände der AlAssil Oase ankommt, sieht auf einen Blick: Da sind erfahrene Pferdefachleute am Werk: Bettina von Kameke übernahm bereits 1995 das Araber-Gestüt mit rund 70 Pferden ihrer Schwiegereltern in Grabau nördlich von Hamburg und absolvierte dafür eigens die Ausbildung zur Pferdewirtschaftsmeisterin Zucht und Haltung. „2006 sind wir dann mit rund 20 Pferden hierher umgezogen und haben die AlAssil Oase ins Leben gerufen. Das war anfangs natürlich eine Menge Arbeit, weil ein Teil des 60 Hektar umfassenden Landes, ungefähr 15 Hektar, erst für die Pferdehaltung umgestaltet werden musste, der Rest wird für Ackerbau genutzt“, berichtet Bettina von Kameke.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Eine perfekte und gepflegte Stallanlage mit wahrlich wohnzimmergroßen Boxen. Nein, es ist kein Irrtum, sie haben Maße bis zu 30 Quadratmetern. Geritten wird in einer herrlich luftigen Halle mit lockerem Sandboden und Windschutz nach Westen oder auf einem Reitplatz mit Hackschnitzel. Wer nach Höherem strebt, kann dies auf einem Rasenspringplatz tun.

AlAssil_Web_5.jpgUnd dann die Weiden und ihre Zäune! Anderswo ein leider oft vernachlässigtes Thema, können wir hier unsere beiden Quarter Horse Stuten ohne Bedenken auf eine der vielen Koppeln entlassen, denn sie ist dreifach mit Latten und Stromlitze eingezäunt und hat einfach bedienbare, leichtgängige Tore. Sogar bei der Tränke hat die Bettina von Kameke an die Bedürfnisse der Pferde gedacht: Es sind Schwimmertränken mit stehendem Wasser, so dass die Tiere wie in der Natur trinken können, ohne auf die sonst üblichen Metallzungen drücken zu müssen.

Weiter hinten auf der weitläufigen Anlage stehen die Zuchtpferde von AlAssil, die allesamt „asil“, d.h. rein ägyptisch gezogen sind. "Alle unsere Zuchtpferde sind auch geritten, weil wir nur leistungsgeprüfte Pferde einsetzen. Daher haben wir auch die Möglichkeit, unseren Gästen Pferde für den Unterricht oder, wenn sie entsprechende Reitkenntnisse haben, auch für Ausritte zur Verfügung zu stellen", erläutert Frau von Kameke.

Rundum Reiter- und Familien-gerecht


Aber hier lässt es sich nicht nur gut Pferd sein. Auch an die Bequemlichkeit des menschlichen Feriengastes hat sich Bettina von Kameke, die außerdem examinierte Hauswirtschaftslehrerin ist, Gedanken gemacht und drei Doppelhäuser – Reiterhaus, Stuten- und Hengsthaus - mit jeweils drei Apartments für jeweils zwei bis vier Personen gebaut. Sie sind nicht nur gemütlich eingerichtet, sondern vor allem praktisch, Familien- und Hunde-gerecht. Pflegeleichte dunkle Fliesen, bequeme Korbmöbel, ein Essplatz mit Durchreiche zur Küche. Schlafzimmer und Tageslicht-Bad sind ausreichend groß und an kalten Tagen erspart eine Fußbodenheizung die vielleicht vergessenen Hausschuhe. „Insgesamt können wir auf der Anlage zwischen 24 und 30 Personen Platz bieten. Auch große Reitergruppen bis zu zehn Personen können hier gemeinsam wohnen, indem sie ihre Verbindungstür zwischen zwei Apartments öffnen. Wer es luxuriöser möchte, bucht eine der beiden großen Wohnungen im „Hengsthaus“ mit Kaminofen. Dort allerdings sind keine Hunde erlaubt, weil wir auch Wohnungen für Allergiker anbieten möchten“, erklärt von Kameke.

Gäste, die sich nicht mit Einkaufen belasten möchten, erhalten auf Wunsch jeden Morgen ein Frühstückskörbchen mit frischen Brötchen, Wurst, Käse und Marmeladen sowie Tee oder Kaffee. So kann der Tag beginnen.

Nie aufhören zu lernen: AlAssil Essenz

Die Häuser mit ihren passend zum Thema „Oase“ orientalisch anmutenden zeltförmigen Dächern nutzen gerne auch die Gäste, die zu den zahlreichen Kursen unter dem Motto „Al Assil Essenz“ anreisen. Dazu gehören Seminare mit oder ohne Pferd. So bietet Bettina von Kameke neben Reitunterricht nach Philippe Karl und der „Ecole des Légèrté“ auch Fachinformation zu vielen Themen wie Pferdeverhalten und -bedürfnisse, Pferdekauf oder für angehende Züchter auch Fohlengeburt.


Regelmäßig unterrichten auch erfahrene Horsemen und -Women in Friedensthal. So fand zum Beispiel am letzten Mai-Wochenende ein Kurs mit dem Schweizer Berni Zambail statt, Europas einzigem 5-Sterne Master Instruktor für Parelli Horsemanship. Der dritte Kurs dieser Art wandte sich an Parelli-Begeisterte mit Level II. Am ersten Tag lag der Schwerpunkt auf „Liberty“ des Parelli-Systems, am zweiten Tag wurde auch geritten. Am Samstagabend hielt Zambail einen sehr aufschlussreichen Vortrag über „Horsenality“, in dem er eindrucksvoll die prinzipiell unterschiedlichen Pferdepersönlichkeiten vorstellte und Ratschläge gab, wie ihre Besitzer damit umgehen können.

Gelbblühende Rapsfelder unter weißblauem Himmel

AlAssil_Web_7.jpgEin bisschen Glück muss man schon haben, um einen Tag mit derart fotogenem Ausreitwetter zu erwischen: Am Morgen ist es noch angenehm kühl und eine steife Ostseebrise sorgt für ein abwechslungsreiches Himmelsgemälde aus strahlend weißen und bedrohlich dunklen Wolken. Sicherheitshalber kommt daher der Regenmantel mit aufs Pferd.

Der Weg führt uns von der AlAssil Oase zunächst nach Südosten in Richtung Kleinheck. Obwohl wir anfangs überwiegend auf Dorfstraßen mit Grünstreifen reiten müssen, die gerade breit genug für ein Pferd sind, brauchen wir uns über zu viel Autoverkehr keine Sorgen zu machen: Nur ab und zu kommt ein eher langsamer Wagen vorbei, der auf uns Reiter und den mitlaufenden Hund Rücksicht nimmt. Wie im restlichen Schleswig-Holstein eignet sich das Gelände überwiegend eher für gemütliche (Wander)Reiter, deren Fokus eher auf dem Genuss der weitläufigen Landschaft als auf flotten Galoppaden liegt.

AlAssil_Web_10.jpgUnser Ziel heißt zunächst Osterbyholz und die Karte weist auch einige Reitwege aus, die uns über Ravenshorst und Pletterberg führen. Von dort aus geht es nach Nordosten zu unserem Zielort, von dem aus uns ein Reitweg namens „Windeby-Tour“ nach Westen zu den „Vieh Lehkrugwiesen“ bringt. Auf der „Eiszeittour“ geht es dann wieder nach Süden und bei Schlotendoor zurück nach Osten. Muntere Trab- und Galoppreprisen bringen uns durch die Waldstücke „Wittenseeholz-Gehege“ und das „Gehege Felsenrade“, in dem es dann wieder zurück in nördlicher Richtung nach Langhorst und Pletterberg geht.


AlAssil_Web_13.jpgDie offene Feldlandschaft wird von schier unendlichen strahlend gelben Rapsfeldern beherrscht, die zu den teils bedenklich dunklen Gewitterwolken einen herrlichen Kontrast bilden. Glücklicherweise macht der Himmel seine Drohung nicht wahr und der Regenmantel erweist sich während des dreieinhalbstündigen Rittes als überflüssig.











Einen Ausflug Wert: Ostseebad Eckernförde

Nach einem gelungenen Ausritt steht nicht jedem der Sinn nach Kochen und Abwaschen. Daher bietet sich ein abendlicher Ausflug in das bereits 1831 gegründete Ostseebad Eckernförde an. Dort kann man nicht nur genüsslich an der Hafenpromenade oder in der kleinen Altstadt bummeln, sondern auch hervorragend Fisch essen, zum Beispiel in der „Fischdeel“ oder „Siegfried Werft“, letztere mit Blick auf den Hafen.


 

Eckernförde bietet aber auch für reitfreie Stunden oder weniger pferdesportbegeisterte Familienmitglieder ein lohendes Ausflugsziel. Im Sommer laden zudem lange Sandstrände zum Baden ein, mit Glück hat die Ostsee sogar mehr als 18 Grad. Und wenn nicht, wird es einem im Ferienapartment auf AlAssil gleich wieder kuschelig warm.

Weitere Informationen

ALAssil Oase
Bettina von Kameke
Lange Linie 14
24340 Friedensthal/Eckernförde
Mobil: (+49) 0171 85 94 274
Tel.: (+49) 04351 44241
Email: info@alassil.de
www.alassil.de





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