Innovation total: Pferdeanhänger-Zugfahrzeug VW Touareg

Von Claudia Stefan, geschrieben am 17.05.2018

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Touareg_RL_Pferde.jpgIm Mai wurde er der europäischen Presse vorgestellt und Mit-Pferden-reisen.de war dabei: Der neue VW Touareg, der mit seiner Fusion aus Assistenz-, Komfort- und Fahrdynamiksystemen eine neue Dimension an Sicherheit und Performance ermöglicht. Ebenfalls ein Novum: Das voll digitalisierte Cockpit sowie das „Nightvision“ Lichtsystem und Matrixscheinwerfer, die für mehr Sicherheit bei Dunkelheit sorgen.
Motorisiert ist das neue SUV-Flaggschiff von VW zur Markteinführung in Europa mit einem V6 TDI mit 210 kW / 286 PS, 8-Gangautomatik und Allradantrieb. Diese Leistungskomponenten macht ihn zu einem idealen Zugfahrzeug mit 3,5 Tonnen Anhängelast, die den Touareg auch mit schweren Lasten spielen lässt. Optional gibt’s den Trailerassistenten für kinderleichtes Rückwärtsrangieren. Der Einstiegpreis beginnt bei 60.675 Euro.

„Leading the way“ ist das Motto der Markteinführung der dritten Generation des VW Touareg. Sowohl optisch als auch technisch hat Volkswagen hier neue Wege beschritten.

Zeigt Kante


Besonders prägend ist die Frontpartie mit viel Chrom am massiven Kühlergrill. Seitlich stilprägend sind die betonten Radhäuser vorn, muskulös ausgeformte Schulterkanten und gegenläufigen Fenster- und Charakterlinien sowie die Dachlinie, die fließend auf der markanten Seitenlinie aufbaut und dynamisch mit der weit nach vorn geneigten C-Säule abschließt. Die Heckpartie wird betont durch die LED-Rückleuchten. Die Ästhetik der Form geht dabei keineswegs zu Lasten der Funktion. Das Gegenteil ist der Fall: Beinahe die gesamte Breite wird durch die Heckklappe ausgefüllt – nur ist die kaum sichtbar.

Rundum technische Intelligenz

VW_Touareg_R_Line_Cockpit__1_von_1_.jpgSo richtig punktet der neue Touareg aber durch die hochinnovative Technik, wie sich auf der ersten Testfahrt von Salzburg nach Scheffau am Wilden Kaiser herausstellte: Ausgestattet mit Konnektivität sowie umfassenden Assistenz-, Komfort-, Licht- und Infotainmentsystemen, konnten wir schon fast autonomes Fahren erleben. Im „Innovision Cockpit“ verschmelzen direkt im Fahrerblick das 12,0-Zoll-Display der digitalen Instrumente und der 15-Zoll-TFT-Touchscreen des Infotainmentsystem „Discover Premium“ zu einer neuen, digitalen Bedien-, Informations-, Kommunikations- und Entertainment-Einheit, die uns "always-on" bringt, intuitiv steuer- und maximal individualisierbar ist. Das „Innovision Cockpit“ kommt nahezu ohne klassische Tasten, Schalter und Regler aus, nutzt sie aber dort, wo es sinnvoll ist – etwa für die intuitive Lautstärkereglung.

Beeindruckend ist das große Spektrum an Assistenz-, Fahrdynamik- und Komfortsystemen: Der mittlerweile bekannte Tempomat hält nicht nur der peinlich genau den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug, sondern bremst auch zum Beispiel von 100 km/h auf 80 ab, wenn eine Geschwindigkeitsbeschränkung vor einer Baustelle dies so vorgibt. Anschließend beschleunigt das Fahrzeug wieder auf das zuvor eingestellte Tempo. Der „Stau- und Baustellenassistent“ lenkt bis 60 km/h teilautomatisiert und hält die Spur, gibt Gas und bremst. Auch wenn wir dies nicht mit dem Pferdeanhänger ausprobieren konnten, ist leicht vorstellbar, dass diese Technik gerade längere Fahrten extrem entspannt. Dasselbe gilt für Fahrten bei Dunkelheit. Die „IQ.Light – LED-Matrixscheinwerfer“, ein interaktiv per Kamera gesteuertes Abblend- und Fernlicht. Dabei leuchtet das Fernlicht grundsätzlich weiter und nur der Sektor des entgegenkommenden Fahrzeuges wird elektronisch gesteuert ausgeblendet. Die Nachtsichtunterstützung „Nightvision“ erkennt zudem per Wärmebildkamera Personen und Tiere in der Dunkelheit.
Der „Kreuzungsassistent“ reagiert auf Querverkehr vor dem Touareg. Eltern mit Kindern, die auf Autofahrten unter Reisekrankheit leiden, wird die neue Wankstabilisierung mit elektromechanisch gesteuerten Stabilisatoren freuen.

Größer und leichter

Touareg_RL_Pferde_Kofferraum.jpgDie dritte Generation des Touareg wurde gegenüber dem Vorgänger moderat breiter (1.984 mm) und länger (4.878 mm), wodurch mehr Innenraum geschaffen wird. Das Plus an Außenlänge führt zum Beispiel zu einer deutlichen Vergrößerung des Kofferraumvolumens. Und zwar von 697 auf 810 Liter (Rückbank aufgestellt). Vor neugierigen Blicken geschützt wird das teure Gepäck von einer optional elektrisch ein- und ausfahrenden Laderaumabdeckung. Trotz der größeren Länge und Breite wurde die in einer Mischbauweise aus Aluminium (48 Prozent) und Hightech-Stählen (52 Prozent) gefertigte Karosserie im Vergleich zum Vorgänger um 106 kg leichter.

Wendig wie ein Kompaktwagen

Trotz der Abmessungen bewies das Fahrzeug auf der Testfahrt durch das österreichische Voralpenland, dass es sich wie ein Kompaktwagen fahren und rangieren lässt: Verantwortlich dafür ist die optionale Allradlenkung, mit der je nach Fahrsituation alle vier Räder gleichzeitig eingeschlagen werden. Das gilt im Wesentlichen für zwei Fahrzustände: Geschwindigkeiten von unter 37 km/h und solche über 37 km/h. Bis 37 km/h schlagen die Hinterräder automatisch im entgegengesetzten Winkel zu den Vorderrädern ein. Dadurch verbessert sich die Agilität und die Wendigkeit. Besonders beim Rangieren macht sich der mit Allradlenkung um einen Meter von 12,19 auf 11,19 Meter verkleinerte Wendekreis bemerkbar. Steigt die Geschwindigkeit auf mehr als 37 km/h, schlagen die Hinterräder beim Lenken automatisch gleichsinnig analog der Vorderräder ein. Dadurch wird das Fahrverhalten deutlich ruhiger, da die Allradlenkung Spurwechsel – etwa beim schnellen Überholen – stabilisiert. Gleiches gilt bei plötzlichen Ausweichmanövern.

Das perfekte Pferdeanhänger-Zugfahrzeug

VW_Touareg__1_von_1_.jpgVolkswagen wird den neuen Touareg zuerst mit ebenso effizienten wie souveränen V6-Turbomotoren (3,0 Liter Hubraum) anbieten. In Europa wird es zwei V6-Diesel mit 170 kW / 231 PS und 210 kW / 286 PS (jeweils EU6 AG) sowie ab Herbst einen 250 kW / 340 PS starken V6-Benziner (EU6 AJ) geben. Folgen wird darüber hinaus ein 4,0 Liter großer V8-Turbodiesel (EU6 AG) mit einer Leistung von 310 kW / 421 PS. Dieses Motorenspektrum garantiert hohe Anhängelasten. Wie effizient die Motoren des neuen Touareg sind, zeigt das Beispiel des 286 PS starken V6 TDI: Für ihn ergibt sich ein NEFZ-Verbrauch von 6,9 l/100 km. Dabei gilt, dass der sparsame Touareg V6 TDI SCR 4MOTION – wie alle V6- und V8-Modelle der Baureihe – für Anhängelasten von bis zu 3,5 Tonnen ausgelegt ist.

In Sekundenschnelle zu bedienen: Die vollelektrische Anhängerkupplung, per Tastendruck aus dem Fahrzeugboden ein- und ausgefahren wird. Sie erlaubt auch, fortan Fahrradträger für bis zu vier statt drei Rädern zu montieren.

Faszinierend einfach: Der Trailer Assist

VW_Touareg_Trailerassist__1_von_1_.jpgWer sie einmal erlebt hat, möchte sie nicht mehr missen: Die Rückwärts-Rangierhilfe für Anhänger, den Trailer Assist. Er nimmt dem Fahrer das komplizierte Umdenken ab, dass er beim Rückwärtsrangieren mit einem Gespann das Lenkrad nach links einschlagen muss, damit der Anhänger nach rechts abbiegt – und umgekehrt. Fünf Komponenten und Assistenzsysteme verschmelzen zum innovativen „Trailer Assist“:

Der Parklenkassistent nutzt zum Vermessen der Parkflächen Ultraschallsensoren im Bereich der Front- und Heckpartie sowie Sensoren in den Rädern. Das Steuergerät des „Park Assist“ erteilt der Lenkung exakte Befehle, wie der Wagen in die Parklücke zu dirigieren ist. Ist ein Anhänger angekoppelt, wechselt das Steuergerät des „Park Assist“ in den „Trailer Assist“-Modus und liefert der Lenkung entsprechende Hinweise, in welche Richtung es gehen muss, damit der Hänger perfekt dirigiert wird.

Die Rückfahrkamera „Rear View“ hat als elektronisches Auge die Deichsel des Anhängers im Blick. Sie sieht die Deichsel wie eine Kompassnadel und erkennt so den aktuellen Winkel des Anhängers zum Heck des Autos. Das Steuergerät des „Park Assist“ rechnet diesen Winkel in den aktuellen Lenkwinkel des Trailers um.

Der Drehknopf der elektrischen Außenspiegelverstellung auf der Fahrerseite fungiert als multifunktionaler Joystick, mit dem der Knickwinkel des Trailers festgelegt wird.

Das Multifunktionsdisplay zwischen Tacho und Drehzahlmesser zeigt beim aktivierten „Trailer Assist“ an, welcher Knickwinkel des Trailers eingestellt wird.

Über eine elektromechanische Servolenkung kann der notwendige Lenkwinkel automatisch vom Wagen eingestellt werden. Denn anders als eine klassisch hydraulische Servolenkung (wie beim Touareg Vorgänger) bietet sie die Möglichkeit, von der Fahrzeug-Elektronik angesteuert und somit kontrolliert bewegt zu werden.

So funktioniert das Rangieren

Um ein Gespann rückwärts zu rangieren, hält der Fahrer hinter der gewünschten Parklücke und legt den Rückwärtsgang ein. Durch das Betätigen der „Park Assist“-Taste wird das System aktiviert. Im Display wird nun der Spiegelverstellschalter angezeigt. Der Fahrer erhält dabei einen Hinweis, wie er den gewünschten Lenkwinkel einstellen kann. Sobald er den Schalter bewegt, erscheint im Display ein Symbol mit Anhänger; hier wird der aktuelle und der vom Fahrer neu eingestellte Knickwinkel des Trailers angezeigt. Mit Hilfe des Außenspiegelschalters stellt der Fahrer die gewünschte Fahrtrichtung seines Gespanns ein. Der „Trailer Assist“ übernimmt den vorgegebenen Lenkwinkel. Die automatische Ausrichtung des Gespanns erfolgt ebenfalls über das Steuergerät des „Park Assist“ und mittels der elektromechanischen Servolenkung. In der ersten Rangierphase wählt der Fahrer also den Knickwinkel (bis 75°), um rückwärts in eine bestimmte Richtung abzubiegen oder eine Kurve zu fahren. Steht der Anhänger dann gerade in Richtung des Ziels, zieht der Fahrer zum Abschluss den Spiegeleinstellschalter einfach nach hinten. Nun fährt das Gespann exakt rückwärts in Anhängerrichtung, ohne manuell noch einmal korrigiert werden zu müssen.

Ein Fim sagt mehr als tausen Worte:

Noch mehr zum Trailer-Assistent finden Sie hier.

Für unwegsame Parkplätze

Touareg_RL_Pferde_Wiese_2.jpgAuch wenn man nicht immer ins Gebirge fährt, ist es doch interessant für Turniersportler und solche, die gerne einmal in unbekanntes Gelände fahren: Das optionale Offroad-Paket. Es beinhaltet parallel zu diversen Fahrprofilen unter anderem einen von 75 auf 90 Liter vergrößerten Kraftstofftank sowie ein Unterbodenschutzsystem mit Kühlerschutz, verstärktem Unterfahrschutz, ein Schutzteil für die 12V-Batterie, einen besonders robusten Aeroboden sowie Tankschutz und Steinschlagschutz.

Die neue Generation der 4-Corner-Luftfederung perfektioniert nicht nur den Komfort, sondern ebenso die Aerodynamik und Fahrten in unwegsamem Gelände. Standardmäßig befindet sich die Luftfederung im „Normal-“ respektive „Comfortniveau“. Darüber hinaus steht das um 25 mm höhere „Geländeniveau“ sowie ein um insgesamt 70 mm erhöhtes „Sondergeländeniveau“ zu Verfügung. Last, but not least steht ein „Beladeniveau“ (minus 40 mm) zur Verfügung, dass das Ein- und Ausladen des Kofferraumes erleichtert.

font-family: arial, sans-serif; font-style: normal; font-variant: normal; letter-spacing: normal; line-height: 16px; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; word-spacing: 0px;">Technischen Daten

Länge (mm)  4.878
Breite (mm) 1.984
Höhe (mm) 1.702
Kofferraumvolumen (Liter)
810 (aufgestellte Rückbank)
Wendekreis (m)
11,19
Leergewicht (kg)
1.995
Anhängelast gebremst, bis 12 % Steigung (kg)
bis zu 3.500
Motor
3.0 V6 TDI  
Getriebe
8-Gang-Automatik
Antriebsart
4Motion (Allrad)
Maximale Leistung 210 kW (286 PS)
Maximales Drehmoment
600 Nm
Beschleunigung
0 – 100 in 6,1 sec
Höchstgeschwindigkeit
235 km/h (Stahlfederung), 238 (Luftfederung)
Verbrauch in Litern (Herstellerangaben)
gesamt 6,9
CO2-Emission (g/km)
gesamt 182
Schadstoffklasse
Euro 6
Neupreis €
Ab 60.675








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