Grenzgänger auf Höhenwegen: Wanderreiten zwischen Engadin, Vinschgau und Südtirol

Von Text und Fotos: Heike Gruber, geschrieben am 19.10.2011

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Engadin.jpgNeun Tage lang führt Men Juon vom Wanderreitbetrieb San Jon naturbegeisterte Reiter durch eine überwältigende Bergwelt im Dreiländereck Schweiz – Österreich – Italien. Der Treck führt durch einsame Bergtäler, über raue Alpenpässe und auf schmalen Pfaden über Fels und Geröll. Hier reitet das Gefühl von Freiheit und Abenteuer mit. Und bei der Rast auf einer hoch oben gelegenen Alm weht einen der Hauch von Wildnis an. Eine Reittour zum genießen und schauen, ein Erlebnis, das einem stets in Erinnerung bleiben wird.

Nur nicht stören, das sind meine Gedanken, während Jemira, die kleine Araberstute, vorsichtig Fuß vor Fuß setzt. Vor mir sehe ich Men auf Nabucco den schmalen Pfad entlang reiten. Steine spritzen unter den Hufen der Pferde empor und kollern hüpfend in die Tiefe. Zu unserer Rechten geht es mindestens genauso steil runter wie links rauf. Ganz unten am Talgrund schlängelt sich der Bach wie ein silbernes Band durch sein felsiges Bett. Nur nicht stören, damit Jemira nicht aus dem Gleichgewicht gerät, ein Fehltritt und… Mich schaudert es bei dem Gedanken, doch meine Sorgen sind völlig unbegründet. Jemira bewegt sich auf dem schmalen Pfad genauso sicher wie sonst auch.

Text und Foto von Heike Gruber, www.Wanderreiter-Magazin.de

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