Opel Antara: Über das City-Limit hinaus

Von Bernhard Schormair, geschrieben am 08.01.2012

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Opel_Antara_2.jpgDer frühere deutsche Marktführer für Geländewagen bietet heute nach seinem ersten Modell Frontera den Antara als modernes SUV. Im Test wurde das Modell Antara 2.0 CDTI ECOTEC  mit 150 PS gefahren und hat sich als Zugmaschine für Pferdeanhänger gut bewährt.

Der Testbericht wurde von der Redaktion HUFGEFLUESTER durchgeführt und für diese Plattform freundlicherweise in leicht bearbeiteter Form zur Verfügung gestellt.



Opel hat sehr lange gewartet, um einen Nachfolger des viel gefahrenen Frontera zu präsentieren. Heute vielleicht vergessen: Opel war mit dem Frontera einmal Marktführer im Geländewagenbereich, als dieser Markt in Deutschland gerade zum Explodieren kam. Der Frontera war mit seinen Starrachsen damals noch eine Art Urtyp von Geländewagen.

Modernes SUV

Der erst 2006 vorgestellte Opel Antara hat damit natürlich nichts mehr gemeinsam. Er ist sehr spät ins Programm gekommen und muss sich heute seinen Markt im Geländewagenbereich erst wieder neu erkämpfen. Beste Anlagen dafür sind sicher vorhanden.
Der Antara ist kein Geländewagen im klassischen Sinn, sondern ein moderner Nachfahre, ein SUV eben, ein neudeutsch Sport Utility Vehicle genannter Fahrzeugtyp. Diese Spezies moderner Geländewagen versucht den Spagat zwischen geländefähigem Fahrzeug und sicherheitsrelevanten und verbrauchsfreundlicheren Geländewagen für die „Neuzeit“ mit günstigen Abgaswerten zu schaffen. Auch wenn es den Fahrzeugnutzer wundert: Das Ziel wurde erreicht – von Opel genau so wie mittlerweile von vielen Fahrzeugherstellern.

Kräftige Zugmaschine

Die klassische Limousine bietet oft deutlich unter zwei Tonnen Zuglast, die man für einen ordentlichen Anhängerbetrieb mit Pferden im Hänger aber auf jeden Fall benötigt. Und hier ist daher auch der Antara als Zugfahrzeug für den Betrieb mit Pferdeanhänger geeignet. Zwei Tonnen schafft er als vier Zylinder-Diesel oder sechs Zylinder-Benziner allemal.
Der im Testfahrzeug eingebaute Dieselmotor war ein ausgezeichneter Begleiter und vermutlich auch die ideale Motorisierung. Hohes Drehmoment und geringer Verbrauch zeichnen diese Motorisierung aus. Außerdem ist das Aggregat leise, angenehm  und durchzugsstark.  Von einem „Turboloch“ war jedenfalls auch nicht zu spüren. Das Fünfganggetriebe ließ sich leicht und exakt schalten, aber auch eine Automatik ist lieferbar. Der Bordcomputer zeigte Verbrauchswerte um sieben bis acht Liter Diesel, was für 150 PS kein schlechter Wert ist. Überholvorgänge und zügiges Fahren stellten kein Problem dar. Die Karosserie ist übersichtlich, modern und optisch gut gelungen. Man sitzt höher als in manch anderen SUVs - durchaus ein erhabenes Gefühl.

Kein „echter“ Geländewagen

Ein ganz „echter“ Geländewagen ist der Antara aufgrund fehlender Geländeuntersetzung allerdings nicht. Für Reiter und Fahrer und Pferdefreunde, die Pferde zu transportieren haben, reicht diese Art Soft-Geländewagen aber allemal, weil man damit jedes Anhängergespann aus einer Parkplatzwiese auch bei schlechten Wetterverhältnissen herausziehen kann. Hier ist ein Vierradantrieb ebenso wenig zu verachten wie bei Matsch und Schnee.
Der Komfort ist dafür absolut PKW-gemäß. Das Geländewagengefühl kommt (fast leider) nur noch durch die hohe Sitzposition und den Vierradantrieb auf. „Bullenfänger“ und außen liegendes Reserverad sind nicht mehr zu finden und gehören aus Sicherheits- und praktischen Gründen der Vergangenheit an.  Dennoch ist der optische Auftritt der Karosse durchaus rustikaler als bei einer Limousine oder bei einem Kombi. Nicht zu vergessen ist da noch das üppige Platzangebot. Auch auf den Rücksitzen lässt es sich angenehm reisen.
Weit öffnende Türen und die große Heckklappe erleichtern Zustieg und Beladung. Alle Sitze lassen sich wie in einem Kombifahrzeug umklappen und somit gibt es gerade der für Turnierfahrer  oder Wanderreiter üppigen Platz für alle Ausrüstungsgegenstände.  Für den Anhängerbetrieb ist ein spezielles Stabilisierungsprogramm erhältlich. Auch die Sicherheitsausstattung ist mit sechs Airbags und natürlich ESP zeitgemäß.

Amerikanische Chevrolet-Version „Captiva“

Für die Westernreiter und Westernfans gibt es diesen Geländewagen übrigens auch noch in einer Spezialausführung: Weitgehend baugleich als Chevrolet unter dem Namen Captiva, mag es für eingefleischte Westernreiter durchaus von Bedeutung sein, wenn auf ihrem Auto Chevrolet steht (obwohl beide Fahrzeuge größtenteils ohnehin aus Korea kommen).

Fazit

Der Opel Antara macht vor dem Pferdeanhänger nicht nur optisch eine gute Figur, sondern hat auch mit zwei Tonnen Anhängelast kein Problem. Mit einem Preis von 31.100 Euro für die Grundausstattung ist er durchaus kostengünstig.

Technische Daten finden Sie hier.

Den ausführlichen Bericht finden Sie auf: http://fluesti.de/Artikel/Huffluesterer-unterwegs-Zugfahrzeugtest-Opel-Antara_561


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